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О книге

Дата написания1970-01-01
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Annotation

Der junge, draufgängerische d’Artagnan aus der Gascogne macht sich 1625 auf den Weg nach Paris und wird zum Freund dreier Musketiere. Diese sind der prahlsüchtige, naiv-heldische Porthos, der undurchschaubare Athos, ein edler Ritter, dessen Ehe gescheitert ist, sowie Aramis, ein ehemaliger Geistlicher. Alle vier kämpfen gegen die Leibgarde des Staatsmanns und Kardinals Armand-Jean Richelieu (1585 bis 1642) und dessen Spionin Mylady de Winter.

Mylady jedoch ist Athos’ Ex-Frau, die sich zu einem intrigenreichen Kampf gegen die Musketiere rüstet: Sie soll im Auftrag Richelieus die Königin Anna von Österreich und spanische Gemahlin Ludwigs XIII. bloßstellen. Ihr wird ein Liebesverhältnis mit dem Herzog von Buckingham nachgesagt. Dieser soll auf Geheiß des eifersüchtigen Richelieu durch Mylady de Winter ermordet werden, weil er sich zuvor mit den Protestanten von La Rochelle, wo die Musketiere zu Helden aufgestiegen waren, verbündet hatte. Richelieu fädelt daraufhin weitere Intrigen ein …

Alexander Dumas

Band I

I. Die drei Geschenke von Herrn d'Artagnan Vater

II. Das Vorzimmer des Herrn von Treville

III. Die Audienz

IV. Die Schulter von Athos, das Wehrgehänge von Porthos und das Taschentuch von Aramis

V. Vie Musketiere des Königs und die Leibwache des Herrn Kardinals

VI. Seine Majestät König Ludwig der Dreizehnte

VII. Das Hauswesen der Musketiere

VIII. Eine Hof-Intrigue

IX. D'Artagnan zeigt sich in einem eigenthümlichen Lichte

X. Eine Mausfalle im siebzehnten Jahrhundert

XI. Die Intrigue schürzt sich

XII. George Villiers, Herzog von Buckingham

XIII. Herr Bonacieux

XIV. Der Mann von Meung

XV. Beamter und Kriegsmann

XVI. Worin der Herr Siegelbewahrer Seguier mehrmals die Glocke suchte, um zu läuten, wie er auch sonst gethan

XVII. Die Haushaltung Bonacieux

XVIII. Der Liebhaber und der Gatte

XIX. Feldzugsplan

XX. Die Reise

XXI.Die Gräfin von Winter

XXII. Das Ballet der Merlaison

XXIII. Das Rendezvous

XXIV. Der Pavillon

XXV. Porthos

XXVI. Die These von Aramis

XXVII. Die Frau von Athos

XXVIII. Rückkehr

Band II

I. Die Equipirungsjagd

II. Mylady

III. Engländer und Franzosen

VI. Ein Procuratorsmahl

V. Zofe und Gebieterin

VI. Worin von der Equipirung von Aramis und Porthos die Rede ist

VII. Bei Nacht sind alle Katzen grau

VIII. Rachetraum

IX. Das Geheimniß Myladys

X. Athos, ohne sich die geringste Mühe zu geben, seine Equipirung fand

XI. Eine holdselige Erscheinung

XII. Eine furchtbare Erscheinung

XIII. Die Belagerung von La Rochelle

XIV. Anjou-Wein

XV. Die Wirtschaft zum Rothen Taubenschlag

XVI. Von dem Nutzen der Ofenröhren

XVII. Eheliche Scene

XVIII. Die Bastei Saint Gervais

XIX. Der Rath der Musketiere

XX. Familien-Angelegenheit

XXI. Widerwärtigkeiten

XXII. Plauderei eines Bruders und einer Schwester

XXIII. Offizier!

XXIV. Erster Tag der Gefangenschaft

XXV. Zweiter Tag der Gefangenschaft

XXVI. Dritter Tag der Gefangenschaft

XXVII. Vierter Tag der Gefangenschaft

XXVIII. Fünfter Tag der Gefangenschaft

XXIX. Ein Vorwurf zu einer klassischen Tragödie

XXX. Die Flucht

XXXI. Was in Portsmouth am 23. August 1628 vorfiel

XXXII. In Frankreich

XXXIII. Das Kloster der Karmeliterinnen in Bethune

XXXIV. Zwei Abarten von Teufeln

XXXV. Ein Tropfen Wasser

XXXVI Der Rothmantel

XXXVII. Das Gericht

XXXVIII. Die Hinrichtung

XXXIX. Eine Botschaft des Kardinals

Epilog

Alexander Dumas Die drei Musketiere

Band I

I. Die drei Geschenke von Herrn d'Artagnan Vater

Am ersten Montag des Monats April 1625 schien der Marktflecken Meung, wo der Verfasser des Romans der Rose geboren wurde, in einem so vollständigen Aufruhr begriffen zu sein, als ob die Hugenotten gekommen wären, um ein zweites Rochelle daraus zu machen. Mehrere Bürger beeilten sich, als sie die Frauen die Straßen entlang fliehen sahen und die Kinder auf den Thürschwellen schreien hörten, den Küraß umzuschnallen und, ihre etwas unsichere Haltung durch eine Muskete oder eine Partisane unterstützend, sich nach der Herberge zum Freimüller zu wenden, vor der sich von Minute zu Minute anwachsend eine lärmende, neugierige, dichte Gruppe drängte.

Zu dieser Zeit waren die panischen Schrecken gar häufig, und wenige Tage vergingen, ohne daß eine oder andere Stadt irgend ein Ereigniß dieser Art in ihre Archive einzutragen hatte. Da gab es adelige Herren, welche unter sich Krieg führten; da war der König, der den Kardinal bekriegte; da war der Spanier, der den König bekriegte. Außer diesen stillen oder öffentlichen, geheimen oder geräuschvollen Kriegen, gab es Diebe, Bettler, Hugenotten, Wölfe und Lakaien, welche mit aller Welt Krieg führten. Die Bürger bewaffneten sich immer gegen die Diebe, gegen die Wölfe, gegen die Lakaien; — häufig gegen die adeligen Herren und die Hugenotten; — zuweilen gegen den König; — aber nie gegen den Kardinal und den Spanier. Infolge dieser Gewohnheit geschah es, daß die Bürger an genanntem erstem Montag des Monats April 1625, als sie das Geräusche hörten und weder die gelb und rothen Standarten, noch die Livree des Herzogs von Richelieu sahen, nach der Herberge zum Freimüller liefen.

Hier angelangt, vermochte jeder die Ursache dieses Lärms zu erschauen und zu erkennen.

Ein junger Mensch… entwerfen wir sein Porträt mit einem Federzuge: man denke sich Don Quixote im achtzehnten Jahre; Don Quixote ohne Bruststück, ohne Panzerhemd und ohne Beinschienen; Don Quixote in einem Wamms, dessen blaue Farbe sich in eine unbestimmbare Nuance von Weinhefe und Himmelblau verwandelt hatte. Langes, braunes Gesicht, hervorspringende Backenknochen, Zeichen der Schlauheit, außerordentlich stark entwickelte Kiefermuskeln, ein untrügliches Zeichen, an dem der Gascogner selbst ohne Baret zu erkennen ist, und unser junger Mann trug ein mit einer Art von Feder verziertes Baret; das Auge offen und gescheit; die Nase gebogen, aber fein gezeichnet; zu groß für einen Jüngling, zu klein für einen gemachten Mann, und ein ungeübtes Äuge würde ihn für einen reisenden Pächterssohn gehalten haben, hätte er nicht den langen Degen getragen, der an einem ledernen Wehrgehänge befestigt an die Waden seines Eigentümers schlug, wenn er zu Fuß war, und an das rauhe Fell seines Pferdes, wenn er ritt.

Denn unser junger Mann hatte ein Pferd, und dieses Roß war eben so merkwürdig, als es auch wirklich in die Augen fiel. Es war ein Klepper aus dem Bearn, zwölf bis vierzehn Jahre alt, von gelber Farbe, ohne Haare am Schweif, aber nicht ohne Fesselgeschwüre an den Beinen, ein Thier, das, während es den Kopf im Gehen tiefer hielt, als die Kniee, was die Anwendung des Sprungriemens überflüssig machte, muthig noch seine acht Meilen im Tage zurücklegte. Unglücklicherweise waren die geheimen Vorzüge dieses Pferdes so gut unter seiner seltsamen Haut und unter seinem fehlerhaften Gange versteckt, daß in einer Zeit, wo sich Jedermann auf Pferde verstand, die Erscheinung der genannten Mähre in Meung, woselbst sie vor ungefähr einer Viertelstunde durch das Beaugencythor eingetroffen war, eine allgemeine Sensation hervorbrachte, deren Ungunst bis auf den Reiter zurücksprang.

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