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О книге

Дата написания1970-01-01
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Annotation

Mit erst neunzehn Jahren steht der französische Seemann Edmond Dantes vor dem Abgrund: Zwei schurkische Freunde haben ihn seiner Geliebten und seiner Zukunft beraubt, boshafte Intrigen haben ihn ins Gefängnis gebracht. Nach vierzehn schmachvollen Jahren jedoch gelingt ihm die Flucht aus seinem düsteren Kerker im Château d`If. Als begüterter Graf von Monte Christo kehrt er ins Leben zurück und bewegt sich fortan in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft – beseelt nur von einem Gedanken: Rache. Nun ist er derjenige, der die Fäden zieht, um seinen Peinigern das Handwerk zu legen …

Alexander Dumas

Erster Band

Marseille. — Die Ankunft

Vater und Sohn

Die Katalonier

Das Komplott

Das Verlobungsmahl

Der Staatsanwalt

Das Kastell If

Der Verlobungsabend

Der korsische Werwolf

Vater und Sohn

Die hundert Tage

Der wütende Gefangene und der verrückte Gefangene

Nummer 34 und Nummer 27

Ein gelehrter Italiener

Das Zimmer des Abbés

Das Brevier

Der dritte Anfall

Der Friedhof des Kastells If

Die Insel Tiboulen

Die Schmuggler

Die Insel Monte Christo

ZweiterBand

Der Schatz

Der Unbekannte

Das Wirtshaus zum Pont du Gard

Die Erzählung

Die Gefängnisregister

Das Haus Morel

Der fünfte September

Simbad der Seefahrer

Erwachen

Römische Banditen

Erscheinungen

Mazzolalo

Der Karneval in Rom

Die Katakomben von San Sebastiano

Das Wiedersehen

Das Frühstück

Dritter Band

Die Vorstellung

Bertuccio

Das Haus in Auteuil

Die Vendetta

Der Blutregen

Der unbegrenzte Kredit

Die Apfelschimmel

Staatsanwalt und Kosmopolit

Haydee

Die Familie Morel

Pyramos und Thisbe

Giftkunde

Robert der Teufel

Steigen und Fallen

Der Major Cavalcanti

Andrea Cavalcanti

Das Luzernengehege

Noirtier von Villefort

Das Testament.

Der Telegraph

Vierter Band

Wie man einen Gärtner von den Murmeltierenbefreit, die seine Pfirsiche fressen

Gespenster

Das Mittagsmahl

Der Bettler

Eheliche Szene

Heiratspläne

Das Kabinett des Staatsanwalts

Ein Sommerball

Nachforschungen

Der Ball

Brot und Salz

Frau von Saint-Meran

Das Versprechen

Die Gruft der Familie Villefort

Das Protokoll

Die Fortschritte des Herrn Cavalranti Sohn

Haydee

FünfterBand

Man schreibt uns aus Janina

Die Limonade.

Die Anklage.

Das Zimmer des ehemaligenBäckers.

Der Einbruch

Die Hand Gottes

Beauchamp.

Die Reise.

Das Urteil.

Die Forderung.

Die Beleidigung.

Die Nacht.

Das Duell.

Mutter und Sohn.

Der Selbstmord.

Valentine.

Das Geständnis.

SechsterBand.

Der Vertrag.

Die Straße nach Belgien.

Das Wirtshaus zur Glocke.

Das Gesetz.

Die Erscheinung.

Lorusta.

Valentine.

Maximilian.

Danglars' Unterschrift.

Der Kirchhof Père la Chaise.

Die Teilung.

Der Löwengraben.

Der Richter.

Das Schwurgericht.

Die Anklageschrift.

Die Sühne.

Die Abreise.

Das Haus in den Allées de Meillan.

Die Vergangenheit.

Peppino.

Luigi Vampas Speisekarte.

Die Vergebung.

Der fünfte Oktober.

Alexander Dumas Der Graf von Monte Christo

Erster Band

Marseille. — Die Ankunft

Am 25. Februar 1815 fuhr der Dreimaster Pharao langsam und wie zögernd in den Hafen von Marseille. Eine Trauerwolke schien das Schiff zu umschweben. Gespannt folgte eine schaulustige Menge allenBewegungen des Fahrzeugs undbemerktebei dessen Näherkommen, daß es von einem auffallend jungen und wohlgestalten, dabei aber anscheinend ebenso tatkräftigen wie geschickten Manne gelenkt wurde.

Das Volk von Marseille, dem schon seit Gründung der Stadt einiges Griechenblut durch die Adern rollt, ist von Natur lebhaft und neugierig. In jenen Tagen kam dazu einebesondere Unruhe, die vor allem die Herzen der heißblütigen Provençalen erfüllte. Seit neun Monaten weilte Napoleon nach jähem Sturz von halbgottähnlicher Machthöhe als Verbannter auf dem unfernen Eiseneiland Elba. Die Royalisten triumphierten in Frankreich, und nichts war gefährlicher, alsbonapartistischer Umtriebe oder auch nurbonapartistischer Gesinnung verdächtig zu sein. Nichtsdestoweniger raunte sich die immer wachsende Zahl der Wohlunterrichteten zu, der kleine Korse mit dem großen Zäsarenkopfbereite sich vor, die ihm aufgedrängte Maske des gebändigten Löwen abzuwerfen. DieBeschränktheit der Anhänger des neuen Königs, Ludwigs XVIII., die alle Errungenschaften der Revolution zurückzuschrauben wünschten, die Uneinigkeit der in Wien um das Erbe des Verbannten sich streitenden Mächte, der noch frische Ruhmesglanz desblendenden napoleonischen Namens ließen die Augen vieler Franzosen sich immer aufgeregter und erwartungsvoller nach dem Süden richten.

Unter derbewegten des Pharao harrenden Menge fiel ein Mann auf, der, wie es schien, vor Unruhe die Einfahrt des Schiffes gar nicht erwarten konnte. Er sprang in eine kleineBarke undbefahl, dem Pharao entgegenzurudern, den er auchbald erreichte. Als der junge Leiter des Fahrzeugs dieBarke sich nähern sah, verließ er seinen Posten neben dem Lotsen, dessenBefehle er mit rascher Gebärde und lebhaftemBlick für die Mannschaft wiederholt hatte, nahm den Hut in die Hand und lehnte sich über dieBrüstung des Schiffes.

Es war ein Jüngling von achtzehnbis zwanzig Jahren mit schwarzen Augen und schwarzen Haaren. In seiner ganzen Person drückte sich Ruhe und Entschlossenheit aus, wie sie den Menschen eigentümlich sind, die von Kindheit an mit der Gefahr zu kämpfen haben.

Ah, Sie sind es, Dantes, rief der Mann in derBarke; was ist geschehen, und wasbedeutet das traurige Aussehen des Schiffes?

Ein großes Unglück, Herr Morel, antwortete der junge Mann. Auf der Höhe von Civita Vecchia haben wir denbraven Kapitän Leclère verloren.

Und die Ladung? fragte lebhaft der Reeder.

Ist glücklich geborgen, Herr Morel, und ich glaube, Sie werden in dieser Hinsicht zufrieden sein; aber der arme Kapitän…

Was ist ihm denn geschehen? fragte der Reeder, sichtbar erleichtert, was ist ihm denn geschehen, dembraven Kapitän?

Er ist tot. — In das Meer gefallen?

Nein, er starban einer Hirnentzündung. Dann wandte sich der junge Seemann seinen Leuten zu, rief: Holla, he! Jeder an seinen Posten zum Ankern! und erst als er sah, daß seineBefehle vollführt wurden, kehrte er zu Herrn Morel zurück.

Und wie ist das Unglück gekommen? fragte der Reeder.

Mein Gott, ganz überraschend. Nach einer langen Unterredung mit dem Hafenkommandanten verließ der Kapitän Neapel in sehr aufgeregtem Zustande. Nach 24 Stunden faßte ihn das Fieber, drei Tage nachher war er tot… Er ruht in einer Hängematte, eine Kugel an den Füßen und eine am Kopf, auf der Höhe der Insel Giglio. Wirbringen der Witwe sein Ehrenkreuz und seinen Degen zurück. Warum mußte er, fuhr der junge Mann schwermütig fort, zehn Jahre gegen die Engländer kämpfen, um nun einen solchen Strohtod zu sterben?

Verdammt! Wir sind alle sterblich, und die Alten müssen den Jungen Platz machen, und von dem Augenblicke an, wo ich sicherbin, daß die Ladung…

Siebefindet sich in gutem Zustande, Herr Morel, dafür stehe ich. Das ist eine Ladung, die ich Ihnen nicht für 25000 Franken Nutzen aus der Hand zu geben rate. Dann, als man um den Leuchtturm am Hafeneingang fuhr, rief er: Alle Segel gestrichen!

DerBefehl wurde mit derselben Geschwindigkeit ausgeführt, wie auf einem Kriegsschiffe, und das Schiff rückte nur noch langsam vorwärts.

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