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Дата написания1970-01-01
Язык книгиde
Возрастное ограничение12+
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Страница 31 из 32Achter Auftritt
Graefin Terzky. (mit einem Lichte)
Ihr Schlafgemach ist leer, und sie ist nirgends
Zu finden, auch die Neubrunn wird vermisst,
Die bei ihr wachte-Waere sie entflohn?
Wo kann sie hingeflohen sein! Man muss
Nacheilen, alles in Bewegung setzen!
Wie wird der Herzog diese Schreckenspost
Aufnehmen!-Waere nur mein Mann zurueck
Vom Gastmahl! Ob der Herzog wohl noch wach ist?
Mir war's, als hoert' ich Stimmen hier und Tritte.
Ich will doch hingehn, an der Tuere lauschen.
Horch! wer ist das? Es eilt die Trepp' herauf.
Neunter Auftritt
Graefin. Gordon. Dann Buttler.
Gordon. (eilfertig, atemlos hereinstuerzend):
Es ist ein Irrtum-es sind nicht die Schweden.
Ihr sollt nicht weitergehen-Buttler-Gott!
(Indem er die Graefin bemerkt.)
Sie kommen von der Burg? Wo ist mein Mann?
Ihr Mann!-O fragen Sie nicht! Gehen Sie
Nicht eher, bis Sie mir entdecken-
Gordon. (heftig dringend)
An diesem Augenblicke haengt die Welt!
Um Gotteswillen, gehen Sie-Indem
Wir sprechen-Gott im Himmel!
Der ist ja auf dem Schloss mit meinem Mann.
(Buttler kommt aus der Galerie.)
Gordon. (der ihn erblickt).
Es war ein Irrtum-Es sind nicht die Schweden-
Die Kaiserlichen sind's, die eingedrungen-
Der Generalleutnant schickt mich her, er wird
Gleich selbst hier sein-Ihr sollt nicht weiter gehn-
Gordon. (stuerzt an die Mauer)
Was ist zu spaet? Wer wird gleich selbst hier sein?
Octavio in Eger eingedrungen?
Verraeterei! Verraeterei!
Zehnter Auftritt
Vorige. Seni. Dann Buergermeister. Page. Kammerfrau. Bediente rennen schreckensvoll ueber die Szene.
Seni. (der mit allen Zeichen des Schreckens aus der Galerie kommt)
O blutige, entsetzensvolle Tat!
O erbarmungswuerd'ger Anblick!
Was ist's? Um Gotteswillen!
Drinn' liegt der Fuerst ermordet, Euer Mann ist
(Graefin bleibt erstarrt stehen.)
Kammerfrau. (eilt herein).
Hilf'! Hilf' der Herzogin!
Buergermeister. (kommt schreckenvoll)
Des Jammers weckt die Schlaefer dieses Hauses?
Verflucht ist Euer Haus auf ew'ge Tage!
In Eurem Hause liegt der Fuerst ermordet.
Flieht! Flieht! Sie ermorden
Da hinaus. Die untern Gaenge sind besetzt.
(Hinter der Szene wird gerufen:)
Platz! Platz dem Generalleutnant!
(Bei diesen Worten richtet sich die Graefin aus ihrer Erstarrung auf, fasst sich und geht schnell ab.)
Besetzt das Tor! Das Volk zurueckgehalten!
Elfter Auftritt
Vorige ohne die Graefin. Octavio Piccolomini tritt herein mit Gefolge. Deveroux und Macdonald kommen zugleich aus dem Hintergrunde mit Hellebardierern. Wallensteins Leichnam wird in einem roten Teppich hinten ueber die Szene getragen.
Octavio. (rasch eintretend)
Es darf nicht sein! Es ist nicht moeglich! Buttler!
Gordon! Ich will's nicht glauben. Saget nein.
Gordon. (ohne zu antworten, weist mit der Hand nach hinten. Octavio sieht hin und steht von Entsetzen ergriffen).
Hier ist das goldne Vlies, des Fuersten Degen!
Befehlt Ihr, dass man die Kanzlei-
Buttler. (auf Octavio zeigend)
Der jetzt allein Befehle hat zu geben.
(Deveroux und Macdonald treten ehrerbietig zurueck; alles verliert sich still, dass nur allein Buttler, Octavio und Gordon auf der Szene bleiben.)
Octavio. (zu Buttlern gewendet).
War das die Meinung, Buttler, als wir schieden?
Gott der Gerechtigkeit! Ich hebe meine Hand auf.
Ich bin an dieser ungeheuren Tat
Eure Hand ist rein. Ihr habt
Die meinige dazu gebraucht.
So musstest du des Herrn Befehl missbrauchen
Und blutig grauenvollen Meuchelmord
Auf deines Kaisers heil'gen Namen waelzen?
Ich hab des Kaisers Urtel nur vollstreckt.
O Fluch der Koenige, der ihren Worten
Das fuerchterliche Leben gibt, dem schnell
Vergaenglichen Gedanken gleich die Tat,
Die fest unwiderrufliche, ankettet!
Musst' es so rasch gehorcht sein? Konntest du
Dem Gnaedigen nicht Zeit zur Gnade goennen?
Des Menschen Engel ist die Zeit-die rasche
Vollstreckung an das Urteil anzuheften,
Ziemt nur dem unveraenderlichen Gott!
Was scheltet Ihr mich? Was ist mein Verbrechen?
Ich habe eine gute Tat getan,
Ich hab das Reich von einem furchtbarn Feinde
Befreit und mache Anspruch auf Belohnung.
Der einz'ge Unterschied ist zwischen Eurem
Und meinem Tun: Ihr habt den Pfeil geschaerft,
Ich hab ihn abgedrueckt. Ihr saetet Blut
Und steht bestuerzt, dass Blut ist aufgegangen.
Ich wusst immer, was ich tat, und so
Erschreckt und ueberrascht mich kein Erfolg.
Habt Ihr sonst einen Auftrag mir zu geben?
Denn stehnden Fusses reis ich ab nach Wien,
Mein blutend Schwert vor meines Kaisers Thron
Zu legen und den Beifall mir zu holen,
Den der geschwinde, puenktliche Gehorsam
Von dem gerechten Richter fordern darf.
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