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Дата написания1970-01-01
Язык книгиde
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Возрастное ограничение12+
Описание
Книга «Visionen und andere phantastische Erzählungen» представляет собой трёхчастный рассказ, в котором сверхъестественные явления, романтические интриги и личные поиски переплетаются, показывая, как вера, любовь и утрата влияют на человеческое сознание.
Главный конфликт / проблема
Конфликт между рациональностью и верой, соперничество за любовь и внутренний поиск утраченного отца, которые ставят под сомнение привычные представления о мире и человеческой природе.
Ключевые идеи
- Сверхъестественное может влиять на реальную жизнь, но рациональный подход остаётся важным.
- Собака как символ защиты и посредника между миром живых и потусторонним.
- Вера и традиции могут предложить решения, которые рациональные методы не дают.
- Дружба и ревность как движущие силы человеческих отношений
- Влияние путешествий и чуждой культуры на восприятие и веру
- Тайны и оккультные практики как источник страха и недоверия
- Проблема идентичности и изменчивости личности в контексте любви
- Сон как способ раскрыть скрытые чувства
- Потеря отца и её влияние на мать и сына
- Символика кольца как наследия
Вывод
Книга приводит к выводу, что сверхъестественное, любовь и утрата неразрывно связаны с человеческим опытом, и лишь через принятие и поиск смысла человек может найти внутренний покой.
Кому полезна
- Любители русской классической литературы
- Читатели, интересующиеся мистикой и психологическими драмами
- Те, кто ищет глубокие размышления о вере и человеческих отношениях
Главные темы
- Сверхъестественное и вера
- Романтические интриги и дружба
- Потеря и поиск идентичности
Персонажи
- Порфири Капитонович — Опытный человек, который пережил ночные странности и нашёл решение.
- Фабиус — Богатый, независимый, дружелюбный, стремится к признанию в искусстве, переживает ревность и страх
- Незнакомый 17‑летний герой — Сильное чувство потери отца, склонность к мечтам, ищет ответы в снах
- Антон Степанович — Высокий, уважаемый чиновник, задаёт вопросы о сверхъестественном.
- Мутиус — Творческий, странный, привносит в дом таинственные предметы и ритуалы, возможно, колдун
- Валерия — Сдержанная, красивая, переживает страх и тревогу, ищет утешения в религии
- Трезор — Помогает хозяину, но погибает в бою с чудовищем.
- Малаи — Тайный, загадочный, участвует в оккультных ритуалах
- Прохорчёва — Рекомендовал Порфири купить собаку.
- Папа Лоренцо — Предлагает духовную помощь и советует избегать Мутиуса
- Фильйка — Помогает Порфири, но не видит собаку.
- Васьлия Васьлиевич — Приходит к Порфири, но не замечает сверхъестественного.
Цитаты
- "Если вы хотите, чтобы сверхъестественное вмешивалось в реальную жизнь, то здравый смысл становится второстепенным"
- "Собака, которую я привёл, прекратила все странные явления"
- Das Lied der triumphierenden Liebe
- Er war ein Meister
- "Ich lebte um jene Zeit mit meinem Mütterchen in einer kleinen Seestadt."
- "Er lag auf dem Rücken, etwas zur Seite gekehrt, die linke Hand unter dem Kopfe..."
Сводка по автору из Wikidata
1818–1883. 伊万·谢尔盖耶维奇·屠格涅夫. русский писатель, поэт, публицист, драматург и переводчик (1818—1883)
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Страница 3 из 40Als ich wieder zu mir kam – ich muß gestehen, daß es, noch eine ganze Weile dauerte – ging ich sofort am Garten entlang zum versperrten Tor und blickte über den Zaun. Im Hofe konnte ich nichts Außergewöhnliches wahrnehmen; in einer Ecke stand unter einem Schuppen ein Reisewagen. Der Vorderteil des Wagens war mit Straßenkot bespritzt und schien im Mondlichte grellweiß. Die Läden des Hauses waren wie immer geschlossen. Ich vergaß vorher zu sagen, daß ich vor diesem Tage eine ganze Woche nicht in Glinnoje gewesen war. Ich ging über eine halbe Stunde ganz verdutzt vor dem Zaune auf und ab, so daß ich zuletzt die Aufmerksamkeit des alten Hofhundes auf mich lenkte; er bellte mich aber nicht an, sondern sah mich ungewöhnlich ironisch mit seinen zusammengekniffenen halbblinden Augen an. Ich verstand den Wink und zog mich zurück. Ich war aber noch nicht eine halbe Werst gegangen, als ich plötzlich hinter mir den Hufschlag eines Pferdes hörte... Nach einigen Augenblicken sprengte ein Reiter auf einem Rappen an mir vorbei; für einen kurzen Augenblick wandte er mir sein Gesicht zu, so daß ich unter der tief in die Stirne gedrückten Mütze eine Adlernase und einen schönen dichten Schnurrbart sehen konnte; er schwenkte vom Wege nach rechts ab und verschwand sofort im Walde. »Das ist er also,« sagte ich mir mit einem eigentümlichen Gefühl. Ich glaubte ihn erkannt zu haben; seine Figur erinnerte wirklich an die des Unbekannten, den ich zu Sorrent in die Gartenpforte eintreten gesehen hatte. Nach einer halben Stunde war ich schon in Glinnoje. Ich weckte meinen Quartierwirt und begann ihn sofort auszufragen, wer im Nachbarsgute angekommen sei. Als er endlich begriff, was ich von ihm wollte, antwortete er mir, daß die Gutsherrinnen eingetroffen seien.
»Was für Gutsherrinnen?« fragte ich ungeduldig.
»Nun, die Herrschaften,« antwortete er sehr träge.
»Ja, was für Herrschaften?«
»Nun, wie Herrschaften eben sind...«
»Was denn sonst? Selbstverständlich Russinnen.«
»Sind sie schon lange hier?«
»Nein, erst seit kurzem.«
»Bleiben sie lange hier?«
»Auch das weiß ich nicht. Vielleicht sind sie reich.«
»Ist nicht auch ein Herr mit ihnen gekommen?«
»O Gott!« sagte er gähnend. »N–n–nein, ein Herr ist nicht dabei... Ich glaube nicht, daß einer dabei ist. Ich weiß es nicht!« fügte er plötzlich hinzu.
»Was gibt es hier noch für Nachbarn in der Nähe?«
»Was für Nachbarn? Nun, es sind eben verschiedene da.«
»Verschiedene? Und wie heißen sie?«
»Wer – die Gutsherrinnen oder die Nachbarn?«
Der Schulze seufzte wieder auf.
»Wie sie heißen?« murmelte er. »Gott weiß, wie sie heißen! Die Ältere heißt, glaube ich, Anna Fjodorowna, und die Jüngere... Nein, ich weiß nicht, wie die Jüngere heißt.«
»Weißt du wenigstens, wie sie mit ihrem Familiennamen heißen?«
»Ja, mit dem Familiennamen, dem Zunamen.«
»Zunamen... Ja so. Das weiß ich bei Gott nicht.«
»Ja, die Jüngere wird so über die Vierzig sein.«
»Es ist alles nicht wahr, was du mir sagst.«
Der Schulze schwieg eine Weile.
»Nun, Sie werden es wohl besser wissen. Ich weiß von nichts.«
»Von dir werde ich wohl doch nichts anderes zu hören bekommen!« rief ich geärgert aus.
Da ich aus Erfahrung wußte, daß man von einem Russen, wenn er schon einmal angefangen hat, solche Antworten zu geben, nichts herausbekommen kann (ich hatte übrigens den Mann aus dem tiefsten Schlafe geweckt, er war noch ganz verschlafen und fiel bei jeder Antwort, die er mir gab, ein wenig vorn über, während seine Augen kindliches Erstaunen ausdrückten und er offenbar große Mühe hatte, die vom Honig des ersten Schlummers zusammengeklebten Lippen aufzureißen), – so gab ich alle weiteren Versuche auf. Ich verzichtete auf das Abendbrot und ging in meine Scheune schlafen.
Ich konnte lange nicht einschlafen. »Wer ist sie?« fragte ich mich in einem fort: »Eine Russin? Wenn sie eine Russin ist, warum spricht sie italienisch?... Der Schulze behauptet, sie sei nicht mehr jung... Er lügt... Und wer ist jener Glückliche?... Ich kann wirklich nichts begreifen... Welch ein seltsames Abenteuer! Ist es möglich, so zweimal hintereinander... Ich muß aber bestimmt erfahren, wer sie ist und wozu sie hergekommen ist...« Unter solchen wirren, abgerissenen Gedanken schlief ich sehr spät ein und hatte sonderbare Träume... Bald schien es mir, ich irre irgendwo in einer Wüste, in der drückendsten Mittagsglut herum und sehe über den glühend heißen gelben Sand einen großen Schatten huschen... Ich hebe den Kopf und sehe meine Schöne in den Lüften fliegen. Sie ist ganz weiß, hat große weiße Flügel und lockt mich zu sich. Ich stürze ihr nach, sie schwebt aber leicht und schnell vorbei, ich kann mich nicht von der Erde erheben und strecke vergeblich meine gierigen Arme nach ihr aus... »Addio!« ruft sie mir noch zu und entschwindet. – Warum habe ich keine Flügel... »Addio...« Und von allen Seiten klingt es: »Addio!« Jedes Sandkörnchen schreit und piepst: »Addio...« Das »i« klingt mir als unerträglicher, schneidender Triller ins Ohr... Ich bemühe mich, es wie eine Mücke zu verscheuchen, ich suche sie mit den Augen... Sie ist aber schon zu einem Wölkchen geworden und steigt langsam zur Sonne empor; die Sonne zittert, schwankt, lacht und streckt ihr lange goldene Fäden entgegen... Nun ist sie schon ganz von diesen Fäden umsponnen und löst sich in ihnen auf; ich schreie aber wie besessen: »Das ist nicht die Sonne, das ist nicht die Sonne, das ist die italienische Spinne; wer hat sie über die russische Grenze gelassen? Ich werde sie anzeigen: ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie sie in fremden Gärten Orangen gestohlen hat...« Bald träumte mir, ich gehe einen schmalen Bergpfad hinauf... Ich habe es sehr eilig: ich muß möglichst schnell irgendein Ziel erreichen, wo mich ein unerhörtes Glück erwartet; plötzlich erhebt sich vor mir ein riesengroßer, steiler Felsen. Ich suche einen Durchgang, ich suche rechts, ich suche links, kann aber keinen Durchgang finden! Und plötzlich erklingt hinter dem Felsen die Stimme: »Passa, passa quei' colli...« Die Stimme ruft und lockt mich; sie wiederholt immer den gleichen traurigen Ruf. Ich bin von Sehnsucht erfaßt, ich werfe mich unruhig hin und her, will wenigstens einen schmalen Spalt finden... Doch wehe! Von allen Seiten erhebt sich die steile Granitwand... »Passa quei' colli«, wiederholt wehmütig die Stimme. Mein Herz vergeht vor Sehnsucht, ich stürze mich mit der Brust gegen den glatten Stein und kratze wütend mit den Nägeln an ihm... Plötzlich öffnet sich vor mir ein dunkler Gang. Ich kann vor Freude kaum atmen und eile vorwärts... »Unsinn!« ruft mir jemand zu, »du kommst nicht durch...« Vor mir steht Lukjanytsch; er winkt mir mit den Händen und droht... Ich durchsuche eilig die Taschen, will ihn bestechen, kann aber keine einzige Münze finden... »Lukjanytsch,« sage ich ihm, »laß mich durch, ich werde dich später belohnen.« – »Sie irren, Signore,« antwortet mir Lukjanytsch mit einem seltsamen Ausdruck: »Ich bin kein Leibeigener; erkennen Sie doch in mir den berühmten fahrenden Ritter Don Quixote von La Mancha. Mein ganzes Leben lang habe ich meine Dulcinea gesucht und sie nicht finden können. Ich werde nicht leiden, daß Sie die Ihrige finden...« Und wieder ruft die Stimme beinahe weinend: »Passa quei' colli...« – »Aus dem Weg, Signore!« rufe ich wütend aus und stürze mich auf ihn... Doch die lange Lanze des Ritters trifft mich ins Herz... ich falle tot hin, ich liege auf dem Rücken... kann mich nicht rühren... und da sehe ich: sie kommt mit einer Lampe in der Hand, sie hebt die Lampe mit einer schönen Gebärde über den Kopf, blickt sich im Finstern um, schleicht vorsichtig zu mir heran und beugt sich über mich... »Da ist er also, der Narr!« sagt sie verächtlich lächelnd: »Er ist's, der erfahren wollte, wer ich sei... Das heiße Öl der Lampe tropft mir auf mein verwundetes Herz... »Psyche!« bringe ich mühsam hervor und erwache...
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Der Schulze behauptet, sie sei nicht mehr jung... Er lügt... Und wer ist jener Glückliche?... Ich kann wirklich nichts begreifen... Welch ein seltsames Abenteuer! Ist es möglich, so zweimal hintereinander... Ich muß aber bestimmt erfahren, wer sie ist und wozu sie hergekommen ist...« Unter solchen wirren, abgerissenen Gedanken schlief ich sehr spät ein und hatte sonderbare Träume... Bald schien es mir, ich irre irgendwo in einer Wüste, in der drückendsten Mittagsglut herum und sehe über den glühend heißen gelben Sand einen großen Schatten huschen... Ich hebe den Kopf und sehe meine Schöne in den Lüften fliegen. Sie ist ganz weiß, hat große weiße Flügel und lockt mich zu sich. Ich stürze ihr nach, sie schwebt aber leicht und schnell vorbei, ich kann mich nicht von der Erde erheben und strecke vergeblich meine gierigen Arme nach ihr aus... »Addio!« ruft sie mir noch zu und entschwindet. – Warum habe ich keine Flügel... »Addio...« Und von allen Seiten klingt es: »Addio!« Jedes Sandkörnchen schreit und piepst: »Addio...« Das »i« klingt mir als unerträglicher, schneidender Triller ins Ohr... Ich bemühe mich, es wie eine Mücke zu verscheuchen, ich suche sie mit den Augen... Sie ist aber schon zu einem Wölkchen geworden und steigt langsam zur Sonne empor; die Sonne zittert, schwankt, lacht und streckt ihr lange goldene Fäden entgegen... Nun ist sie schon ganz von diesen Fäden umsponnen und löst sich in ihnen auf; ich schreie aber wie besessen: »Das ist nicht die Sonne, das ist nicht die Sonne, das ist die italienische Spinne; wer hat sie über die russische Grenze gelassen? Ich werde sie anzeigen: ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie sie in fremden Gärten Orangen gestohlen hat...« Bald träumte mir, ich gehe einen schmalen Bergpfad hinauf... Ich habe es sehr eilig: ich muß möglichst schnell irgendein Ziel erreichen, wo mich ein unerhörtes Glück erwartet; plötzlich erhebt sich vor mir ein riesengroßer, steiler Felsen. Ich suche einen Durchgang, ich suche rechts, ich suche links, kann aber keinen Durchgang finden! Und plötzlich erklingt hinter dem Felsen die Stimme: »Passa, passa quei' colli...« Die Stimme ruft und lockt mich; sie wiederholt immer den gleichen traurigen Ruf. Ich bin von Sehnsucht erfaßt, ich werfe mich unruhig hin und her, will wenigstens einen schmalen Spalt finden... Doch wehe! Von allen Seiten erhebt sich die steile Granitwand... »Passa quei' colli«, wiederholt wehmütig die Stimme. Mein Herz vergeht vor Sehnsucht, ich stürze mich mit der Brust gegen den glatten Stein und kratze wütend mit den Nägeln an ihm... Plötzlich öffnet sich vor mir ein dunkler Gang. Ich kann vor Freude kaum atmen und eile vorwärts... »Unsinn!« ruft mir jemand zu, »du kommst nicht durch...« Vor mir steht Lukjanytsch; er winkt mir mit den Händen und droht... Ich durchsuche eilig die Taschen, will ihn bestechen, kann aber keine einzige Münze finden... »Lukjanytsch,« sage ich ihm, »laß mich durch, ich werde dich später belohnen.« – »Sie irren, Signore,« antwortet mir Lukjanytsch mit einem seltsamen Ausdruck: »Ich bin kein Leibeigener; erkennen Sie doch in mir den berühmten fahrenden Ritter Don Quixote von La Mancha. Mein ganzes Leben lang habe ich meine Dulcinea gesucht und sie nicht finden können. Ich werde nicht leiden, daß Sie die Ihrige finden...« Und wieder ruft die Stimme beinahe weinend: »Passa quei' colli...« – »Aus dem Weg, Signore!« rufe ich wütend aus und stürze mich auf ihn... Doch die lange Lanze des Ritters trifft mich ins Herz... ich falle tot hin, ich liege auf dem Rücken... kann mich nicht rühren... und da sehe ich: sie kommt mit einer Lampe in der Hand, sie hebt die Lampe mit einer schönen Gebärde über den Kopf, blickt sich im Finstern um, schleicht vorsichtig zu mir heran und beugt sich über mich... »Da ist er also, der Narr!« sagt sie verächtlich lächelnd: »Er ist's, der erfahren wollte, wer ich sei... 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