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Дата написания1970-01-01
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Описание
Книга рассказывает о молодом ученом Якове Аратове, живущем в изоляции, который открывается миру через встречи с музыкой и театром, погружается в одержимость погибшей певицей Кларой Милитш и, сталкиваясь с её тайной смертью, теряет контроль над собой и умирает.
Главный конфликт / проблема
Внутренний конфликт Аратова между изоляцией и желанием открыться, а также его одержимость Кларой, приводящая к разрушению
Ключевые идеи
- Изоляция и семейная забота как основа жизни Аратова
- Влияние дружбы с купером на открытие Аратова к обществу
- Клара Милитш как символ возможного перемен и внутреннего пробуждения
- Внутренний конфликт Аратова и его непонятные чувства к загадочной девушке.
- Загадочная записка и встреча на Тверском бульваре, которые усиливают его тревогу.
- Новость о самоубийстве актрисы Клары Милитш и её влияние на героя.
- Поиск Аратова истины о судьбе Клары через разговор с Купером.
- Внутренний конфликт Аратоу и его одержимость памятью о Кларе.
- Путешествие в Касань как попытка найти истину о смерти актрисы.
- Семейная история Клары и её влияние на восприятие её судьбы.
- Размышления о бессмертии души и её влиянии после смерти.
- Психологическая одержимость и галлюцинации как проявление внутреннего конфликта.
Вывод
Книга показывает, как одержимость и потеря могут разрушить человека, подчёркивая важность баланса между памятью и реальностью
Кому полезна
- Читатели, интересующиеся психологическими драмами
- Люди, любящие литературу о любви и смерти
- Исследователи человеческой психики
Главные темы
- Изоляция и открытие
- Одержимость и смерть
- Поиск истины о памяти
Персонажи
- Яков Аратов — Молодой человек, живущий в уединении, скептически относится к обществу, но постепенно открывается новым идеям. Он испытывает странное влечение к загадочной женщине Кларе, но одновременно отталкивается от её речи и взгляда. Его мысли постоянно возвращаются к записке и к Кларе, и он погружается в психологический анализ её личности, переживая сильные эмоциональные переживания и галлюцинации.
- Клара Милитш — Молодая женщина с сильным голосом, но без музыкального образования. Театральная актриса, которая совершила самоубийство, выпив яд в театре. Её голос и взгляд вызывают у Аратова смущение и влечение. Она скрывает лицо под плащом и не раскрывает причины встречи. Талантливая, но непокорная женщина, чья смерть оставила глубокий след в душе Аратоу.
- Купер — Любитель театра и музыки, который пытается вывести Аратова из изоляции. Он рассказывает Аратову о жизни и смерти Клары, её семье и причинах самоубийства. Скептичен, но информирован о деталях самоубийства Клары.
- Платонида Ивановна — Старшая женщина, управляющая хозяйством и заботящаяся о здоровье Аратова. Беспокоит о здоровье Аратоу, пытается поддержать его.
- Платосха — Она редко общается с Арато́вом и не проявляет интереса к его проблемам. Встреча с ней в Касани приводит к тому, что она проявляет тревогу, но в итоге поддерживает его.
- Анна Ссемжонова — Печальная, но сильная женщина, хранительница памяти о Кларе.
- Вдова Миловидов — Старая женщина, которая пытается понять, почему дочь умерла.
- Парамонт Парамонич — Диагностирует нервную кардиалгию и лихорадку, назначает лечение.
- Георгийская принцесса — Люди, которые живут на кредитах, но любят искусство и музыку.
Цитаты
- Gott hilf!
- Ah!
- "Unselige Klara! Wahnsinnige Klara!"
- "Ich danke Ihnen, ich danke, daß Sie gekommen sind. Ich hoffte gar nicht..."
- Wenn du wissen willst, wer ich bin, so reise hin!
- Niemand hat größere Liebe, denn die, daß er sein Leben lasset für seine Freunde.
- «Rosen… Rosen… Rosen…»
- «Ich!… Ich!…»
Сводка по автору из Wikidata
1818–1883. 伊万·谢尔盖耶维奇·屠格涅夫. русский писатель, поэт, публицист, драматург и переводчик (1818—1883)
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Страница 2 из 20Jakow hielt sich, wie gesagt, von allen Kollegen abseits; einem von ihnen aber schloß er sich recht eng an und setzte den Verkehr mit ihm sogar dann fort, als der bereits die Universität verlassen und eine Stellung, die ihm übrigens wenig Verpflichtungen auferlegte, angenommen hatte: Er »klebte«, wie er sich selbst ausdrückte, am Bau der Moskauer Erlöserkathedrale, ohne natürlich auch das geringste von Architektur zu verstehen. Es war sehr seltsam: Dieser einzige Freund Aratows, namens Kupfer, ein Deutscher, der aber so sehr verrußt war, daß er keinen Ton Deutsch verstand und sogar das Wort »Deutscher« als Schimpfwort gebrauchte – dieser Freund schien mit Aratow nicht das geringste gemein zu haben. Er war ein schwarzlockiger und rotbackiger, lustiger und redseliger Bursche und großer Liebhaber der Damengesellschaft, der Aratow so sorgsam aus dem Wege ging. Kupfer frühstückte allerdings bei ihm oft, aß bei ihm zu Mittag und ließ sich von ihm manchmal – da er selbst wenig bemittelt war – mit kleineren Summen aushelfen; das war aber noch nicht der Grund dafür, daß der lebhafte junge Deutsche so oft und so gerne in das gemütliche Häuschen in der Schabolowka-Vorstadt einkehrte. Es war wohl die seelische Reinheit, der »Idealismus« Aratows, was ihn anzog, vielleicht als Gegensatz zu den Dingen, die er täglich sah und erlebte; vielleicht äußerte sich auch in dieser Vorliebe für den ideell veranlagten jungen Mann seine deutsche Natur. Jakow aber hatte Freude an der gutmütigen Offenherzigkeit Kupfers. Außerdem interessierten den jungen Einsiedler seine Berichte von den Theatern, Konzerten, Bällen und der ganzen ihm fremden Welt, in der Kupfer heimisch war und in die Aratow sich nicht entschließen konnte einzudringen; all das regte ihn sogar auf, ohne in ihm übrigens den Wunsch zu wecken, diese Dinge aus eigener Anschauung kennenzulernen. Auch Tante Platoscha war dem Kupfer wohl gesinnt. Sie fand zwar sein Benehmen manchmal gar zu ungezwungen, fühlte aber instinktiv, daß Kupfer aufrichtig an ihrem geliebten Jascha hing und duldete daher nicht nur den geräuschvollen Gast in ihrer Wohnung, sondern war ihm auch gewogen.
II
Um die Zeit, von der hier die Rede ist, lebte in Moskau eine verwitwete georgische Fürstin, eine etwas fragwürdige, beinahe verdächtige Person. Sie stand in den Vierzigern und war wohl in ihrer Jugend von jener eigentümlichen orientalischen Schönheit gewesen, die so schnell verwelkt: Jetzt puderte und schminkte sie sich und färbte sich die Haare gelb. Über sie waren allerlei nicht sehr vorteilhafte, etwas unklare Gerüchte im Umlauf; ihren verstorbenen Mann hatte niemand gekannt, auch hatte sie sich in keiner Stadt längere Zeit aufgehalten. Sie hatte weder Kinder noch ein Vermögen; aber sie lebte – anscheinend auf Kredit oder sonst irgendwie – auf ziemlich großem Fuße, unterhielt einen sogenannten Salon und empfing eine recht gemischte Gesellschaft, die vorwiegend aus jungen Leuten bestand. Alles in ihrem Hause – angefangen von ihren Toiletten, Möbeln und Küche bis zur Equipage und Dienerschaft – schien irgendwie unecht, provisorisch und von zweiter Güte; doch die Fürstin und ihre Gäste stellten anscheinend keine höheren Ansprüche. Die Fürstin galt als Liebhaberin von Musik und Literatur und als Beschützerin der Künstler und Schauspieler. Für diese Dinge hatte sie ein wirkliches, an Begeisterung grenzendes und durchaus nicht erheucheltes Interesse. In ihr pulsierte zweifellos eine künstlerische Ader. Außerdem hatte sie ein freundliches, angenehmes Wesen, gab sich einfach und ungekünstelt und war – was die wenigsten merkten – auch recht gutmütig, weichherzig und nachsichtig... Das sind ja Eigenschaften, die bei Personen dieser Art selten anzutreffen sind und um so höher geschätzt werden sollten. »Das Frauenzimmer ist zwar nichts wert«, sagte von ihr einmal ein geistreicher Herr, »wird aber unbedingt ins Paradies kommen! Sie verzeiht alles, also wird auch ihr alles verziehen werden!« Man erzählte sich, daß sie in jeder Stadt, aus der sie verduftete, ebenso viele Gläubiger wie Menschen, die sie glücklich gemacht hatte, zurückließ. Ein weiches Herz läßt sich eben nach allen Seiten biegen.
Kupfer geriet, wie es zu erwarten war, bald in ihren Kreis und wurde mit ihr sehr intim... sogar zu intim, wie böse Zungen behaupteten. Er selbst sprach über sie nicht nur freundschaftlich, sondern auch mit Hochachtung. Er nannte sie ein goldenes Herz – was man dagegen auch einwenden mochte – und glaubte aufrichtig nicht nur an ihre Liebe zu den Künsten, sondern auch, daß sie viel von Kunst verstünde.
Als er eines Nachmittags bei den Aratows saß und die Rede wieder einmal auf die Fürstin und ihre Empfänge brachte, begann er Jakow zuzureden, wenigstens einmal sein Einsiedlerleben aufzugeben und ihm, Kupfer zu gestatten, ihn bei seiner Freundin einzuführen. Jakow wollte anfangs nichts davon hören.
»Was denkst du dir eigentlich?« rief Kupfer schließlich aus. »Wie stellst du dir diese Einführung vor? Ich will dich einfach, so wie du da sitzt, in dem Rock, den du jetzt anhast, nehmen und auf einen ihrer Abende bringen. Bei ihr gibt es gar keine Etikette, mein Lieber! Du bist ja Gelehrter, liebst Literatur und Musik (in Aratows Arbeitszimmer stand tatsächlich ein Pianino, auf dem er manchmal Akkorde mit verminderter Septime anzuschlagen pflegte), bei ihr im Hause findest du aber davon, soviel du willst! Du triffst bei ihr auch recht sympathische Menschen ganz ohne Prätensionen! Außerdem geht es wirklich nicht, daß ein junger Mann in deinem Alter und mit deinem Äußern (Aratow senkte die Augen und machte eine abwehrende Handbewegung), ja, mit deinem Äußern, sich dermaßen von Welt und Gesellschaft zurückzieht! Es ist ja kein General, zu dem ich dich bringen möchte! Ich verkehre auch selbst nicht mit Generälen... Sei nicht so eigensinnig, Liebster! Sittlichkeit ist natürlich eine gute und achtbare Sache, man soll aber nicht in Asketismus verfallen! Du willst doch nicht etwa Mönch werden?!«
Aratow wollte nicht nachgeben. Kupfer fand aber ganz unerwartete Hilfe bei Platonida Iwanowna. Sie wußte zwar nicht recht, was das Wort »Asketismus« bedeutete, war aber auch der Meinung, daß es Jaschenjka gar nicht schaden würde, sich zu zerstreuen und unter Menschen zu kommen. »Um so mehr«, fügte sie hinzu, »als ich Fjodor Fjodorowitsch vertraue und weiß, daß er dich an keinen schlechten Ort führen wird!«
»Ich werde ihn Ihnen in seiner ganzen Makellosigkeit wieder abliefern!« rief Kupfer aus.
Platonida Iwanowna sah ihn aber trotz ihres ganzen Vertrauens etwas argwöhnisch an. Aratow errötete bis über die Ohren, gab aber seinen Widerstand auf.
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