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Aufzeichnungen eines Jägers — обложка книги
Дата написания1970-01-01
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Описание

Нарратор, охотник и врач, путешествует по Шисдринскому округу, сталкиваясь с жизнью землевладельцев, бедных крестьян, врачебными испытаниями и городскими приключениями. В книге раскрываются темы любви, потери, честности и моральных дилемм, а также особенности русской сельской и городской жизни XIX‑века.

Главный конфликт / проблема

Нарратор сталкивается с поиском смысла и выживанием в условиях трудностей сельской жизни, личных потерь и моральных дилемм, пытаясь сохранить честность и сострадание.

Ключевые идеи

  • Контраст между Орйольским и Калугащим губерниями в образе жизни и характере людей.
  • Гостеприимство и сложные взаимоотношения между землевладельцами и крестьянами.
  • Охота как важный элемент культуры и экономики в Шисдринском округе.
  • Эмоциональная нагрузка врача при уходе за тяжело больным пациентом.
  • Соприкосновение с сельской жизнью и размышления о судьбе и смерти.
  • Овсяников как символ честности и скромности в эпоху перемен.
  • Сравнение старых и новых времен, с акцентом на справедливость и труд.
  • Важность взаимопомощи и честного общения в сельской общине.
  • Охота как способ испытать навыки и выживание в природе.
  • Смерть и процессия как символ неизбежности и судьбы
  • Моральные размышления о убийстве птиц и их роли в природе
  • Конфликт служителей с новым «пожарником» и вопросы компетентности

Вывод

Книга приводит к признанию неизбежности перемен и ценности честности и сострадания в человеческой жизни.

Кому полезна

  • Читатели, интересующиеся русской исторической прозой
  • Любители охоты и традиционных русских обычаев
  • Историки и исследователи русской культуры

Главные темы

  • Проблемы и ценности русской сельской жизни
  • Любовь, потеря и поиск смысла
  • Моральные дилеммы и честность

Персонажи

  • Нарратор — Усталый от жары и долгого пути, ищет помощь и новые инструменты. Встречает Каратяева, Тчертопчанова, участвует в охоте, наблюдает за жизнью в округе, скептически относится к эксцентричным, но интересуется их историей.
  • Полуткин — Страстный охотник, гостеприимный, но склонен к шуткам и неудачным бракам. Владельц земли, поддерживает слугу Калиньча, живёт в Шисдринском округе.
  • Калиньч — Трудолюбивый и добродушный слуга Полуткина, сопровождает его в охоте, готовит пищу, следит за хозяйством.
  • Чорж — Бывший жертва пожара, теперь живёт в роскошном доме, но остаётся скромным и поддерживает Полуткина.
  • Трифон Иванович — Чувствительный врач, переживает внутренний конфликт из‑за неудачного лечения Александры Андреевны, испытывает страх, сомнения, любовь к пациентке.
  • Александра Андреевна — Тяжело больная женщина, чья болезнь угрожает жизни; ищет утешения у врача, испытывает страх.
  • Радилов — Владелец поместья, рассказывает о жизни, войне и потере жены, встречает Трифона, обсуждает трудности.
  • Овсяников — Высокий, честный, скромный землевладелец, известен справедливостью, помогает соседям, отказывается от посредничества между женщинами.
  • Татьяна Ильинична — Строгая, но доброжелательная жена Овсяникова, многие бедные называют её матерью.
  • Лука Петрович — Молодой человек, посещает Овсяникова, участвует в охоте, читает священные книги.
  • Митя — Молодой человек, пытается оправдать свои поступки, оказывается в конфликте с местными.
  • Франц Иванищ — Бывший французский офицер, теперь владеет землей, рассказывает о приключениях в Москве.

Цитаты

  • «Der Orjolsche Bauer ist klein von Wuchs, untersetzt, mürrisch, blickt unfreundlich, lebt in elenden Hütten aus Espenholz, tut den Frondienst, treibt keinen Handel, nährt sich schlecht und trägt Bastschuhe; der Kalugasche Zinsbauer wohnt in geräumigen Häusern aus Fichtenbalken, ist groß gewachsen, blickt verwegen und lustig, hat eine reine und weiße Gesichtsfarbe, handelt mit Öl und Teer und trägt an Feiertagen Stiefel.»
  • «Kalinytsch war ein Mann vom heitersten und sanftesten Charakter, summte stets mit halber Stimme vor sich hin, blickte sorglos nach allen Seiten, sprach etwas durch die Nase, kniff beim Lächeln seine hellblauen Augen zusammen und packte oft mit der Hand seinen dünnen, keilförmigen Bart.»
  • «Ich verliebte mich in meine Kranke.»
  • «Sie wird sterben, ich werde sterben…»
  • "Manche war wirklich besser, das muss ich Ihnen schon sagen"
  • "Es ist Zeit, zur Vernunft zu kommen."
  • «Die Achse ist aber entzwei … bis zur Siedlung kommen wir schon …»
  • «Das Blut ist eine heilige Sache!»
  • «Купря! Купря!» – крики служителей, раздающиеся по дому.
  • «Поймать разбойника» – слова Бирюка, когда он приглашает героя помочь в защите деревни.

Сводка по автору из Wikidata

1818–1883. 伊万·谢尔盖耶维奇·屠格涅夫. русский писатель, поэт, публицист, драматург и переводчик (1818—1883)

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Ich, der ich unerfahren war und nur wenig auf dem Lande gelebt hatte, bekam viele solche Erzählungen zu hören. Chorj erzählte aber nicht nur, sondern fragte auch mich über vieles aus. Als er erfuhr, daß ich im Ausland gewesen war, entbrannte seine Neugierde … Kalinytsch blieb hinter ihm nicht zurück; aber ihn rührten mehr Beschreibungen der Natur, der Berge und Wasserfälle, der ungewöhnlichen Gebäude und der großen Städte; Chorj interessierte sich mehr für administrative und politische Fragen. Er nahm alles der Reihe nach durch: »Haben die es dort wie wir oder anders…? Sag doch, Väterchen, wie ist es nun…?«

»Ach, Herr,, dein Wille geschehe!« rief Kalinytsch während meiner Erzählungen.

Chorj schwieg, zog seine buschigen Augenbrauen zusammen und ließ nur ab und zu die Bemerkung fallen: »Das würde bei uns nicht gehen, das aber ist gut, das ist Ordnung.«

Alle seine Fragen kann ich nicht wiedergeben, und es hat auch keinen Zweck; aber aus unseren Gesprächen gewann ich eine Überzeugung, die meine Leser wohl nicht erwarten – die Überzeugung, daß Peter der Große im Grunde genommen ein echter Russe gewesen ist, Russe gerade in seinem Reformwerk. Der Russe ist so sehr von seiner eigenen Kraft und Stärke überzeugt, daß er bei Gelegenheit nicht abgeneigt ist, sich selbst Gewalt anzutun: Er interessiert sich wenig für seine Vergangenheit und blickt kühn in die Zukunft. Was gut ist, das gefällt ihm, was vernünftig ist, das will er haben, woher es aber kommt, ist ihm vollkommen gleich. Sein gesunder Menschenverstand macht sich gern über die trockene Vernunft des Deutschen lustig; aber die Deutschen sind, nach den Worten Chorjs, ein interessantes Völkchen, bei dem er sogar manches lernen möchte. Infolge seiner besonderen Stellung und seiner faktischen Unabhängigkeit sprach Chorj mit mir über vieles, was man aus einem anderen – wie sich die Bauern noch ausdrücken – mit keinem Hebel herausbringen oder mit keinem Mühlstein herausmahlen könnte. Er hatte für seine Stellung volles Verständnis. In meinen Gesprächen mit Chorj hörte ich zum erstenmal die einfache, kluge Rede des russischen Bauern. Seine Kenntnisse waren in ihrer Art sehr umfassend, aber lesen konnte er nicht; Kalinytsch konnte wohl lesen. »Dieser Gauner hat es gelernt«, bemerkte Chorj. »Ihm sind auch niemals Bienen eingegangen.«

»Hast du deinen Kindern das Lesen beibringen lassen?«

Chorj schwieg eine Weile. »Fedja kann es.«

»Und die anderen?«

»Die anderen nicht.«

»Warum?«

Der Alte antwortete nicht und brachte das Gespräch auf etwas anderes. Wie klug er übrigens war, hatte er doch viele Vorurteile und manchen Aberglauben. Die Weiber verachtete er zum Beispiel aus tiefster Seele und machte sich, wenn er gut aufgelegt war, über sie lustig. Seine Frau, eine zänkische Alte, lag den ganzen Tag auf dem Ofen und tat nichts als brummen und keifen; die Söhne schenkten ihr keine Beachtung, aber ihre Schwiegertöchter hielt sie in der Furcht des Herrn. Nicht umsonst singt im russischen Volkslied die Schwiegermutter: ›Was bist du mir für ein Sohn, was für ein Herr im Haus! Du schlägst nicht dein Weib, deine junge Frau …‹ Einmal versuchte ich für die Schwiegertöchter einzutreten und in Chorj Mitleid zu erwecken; aber er entgegnete mir ruhig: »Was brauchen Sie sich mit diesem … Unsinn abzugeben, sollen sich die Weiber nur herumschlagen … Wenn man sie auseinanderzubringen versucht, so wird es noch schlimmer, es lohnt auch nicht, sich die Hände zu beschmutzen.« Die böse Alte kroch manchmal vom Ofen herunter, rief den Hofhund aus dem Flur herein und bearbeitete seinen mageren Rücken mit der Ofengabel; oder sie stellte sich unter den Dachvorsprung und ›kläffte‹, wie sich Chorj ausdrückte, alle Vorbeigehenden an. Ihren Mann fürchtete sie jedoch und zog sich, wenn er es befahl, wieder auf den Ofen zurück. Besonders interessant war es, dem Streit zwischen Chorj und Kalinytsch zuzuhören, wenn die Rede auf Herrn Polutykin kam. – »Den sollst du mir nicht anrühren, Chorj«, sagte Kalinytsch.

»Warum läßt er dir aber keine Stiefel machen?« entgegnete jener.

»Ach, Stiefel …! Was brauche ich Stiefel? Ich bin ein Bauer …«

»Auch ich bin ein Bauer, aber sieh …«

Bei diesem Worte hob Chorj seinen Fuß und zeigte Kalinytsch einen Stiefel, der wohl aus Mammutshaut zugeschnitten war.

»Ach, du bist doch was ganz anderes!« antwortete Kalinytsch.

»Nun, er hätte dir wenigstens Geld für Bastschuhe geben können, du gehst doch mit ihm auf die Jagd und brauchst wohl jeden Tag ein neues Paar.«

»Er gibt mir Geld für Bastschuhe.«

»Gewiß, im vorigen Jahre hat er dir ein Zehnkopekenstück geschenkt.«

Kalinytsch wandte sich geärgert weg, und Chorj wälzte sich vor Lachen, wobei seine kleinen Äuglein ganz verschwanden.

Kalinytsch sang recht angenehm und spielte die Balalaika. Chorj hörte ihm lange zu, neigte dann den Kopf auf die Seite und fiel mit klagender Stimme in seinen Gesang ein. Besonders gern hatte er das Lied ›Du mein Schicksal, Schicksal!‹ Fedja ließ sich keine Gelegenheit entgehen, den Alten zu necken. »Was bist du so trübsinnig, Alter?«

Aber Chorj stützte die Wange in die Hand, schloß die Augen und fuhr fort, sein Schicksal zu beklagen … Dafür gab es zu anderen Zeiten keinen fleißigeren Menschen als ihn: Ewig machte er sich zu schaffen – entweder besserte er den Wagen aus oder stützte den Zaun oder sah das Pferdegeschirr nach. Auf besondere Reinlichkeit hielt er übrigens nichts und sagte mir einmal auf meine diesbezügliche Bemerkung, daß es in der Stube doch nach einer Menschenwohnung riechen müsse.

»Schau nur«, entgegnete ich ihm, »wie sauber es Kalinytsch in seinem Bienengarten hat.«

»Sonst würden die Bienen nicht leben, Väterchen«, sagte er mit einem Seufzer.

»Sag doch«, fragte er mich ein anderes Mal, »hast du auch dein eigenes Erbgut?«

»Ja.«

»Ist es weit von hier?«

»An die hundert Werst.«

»Nun, wohnst du auch auf deinem Erbgute, Väterchen?«

»Ja «

»Aber du ziehst wohl meistens mit dem Gewehr herum?«

»Die Wahrheit zu sagen, ja.«

»Du tust recht daran, Väterchen; schieß nur zur Gesundheit recht viele Birkhähne und wechsele recht oft den Dorfschulzen.«

Am Abend des vierten Tages schickte Herr Polutykin nach mir. Es tat mir leid, mich von dem Alten zu trennen. Ich setzte mich mit Kalinytsch in den Wagen. »Nun, leb wohl, Chorj, bleibe gesund«, sagte ich. »Leb auch du wohl, Fedja.«

»Leb wohl, Väterchen, leb wohl, vergiß uns nicht.«

Wir fuhren ab; das Abendrot begann eben zu glühen. – »Wir werden morgen schönes Wetter haben«, sagte ich, auf den heiteren Himmel blickend.

»Nein, es wird regnen«, entgegnete Kalinytsch. »Die Enten plätschern, und auch das Gras duftet so stark.«

Wir fuhren ins Gebüsch. Kalinytsch begann mit halber Stimme zu singen, indem er auf dem Bock auf und nieder hüpfte und in einem fort auf das Abendbrot schaute …

Am anderen Tag verließ ich das gastfreundliche Dach des Herrn Polutykin.

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