Удобнее читать в приложении
AI-разбор доступен после входа
Суть книги, пересказ, главный конфликт, ключевые идеи, вывод, кому полезна, главные темы, персонажи и цитаты можно получить после входа в BookRa.
auto_awesomeПолучить AI-разборО книге
Дата написания1970-01-01
Язык книгиfr
Язык оригиналаde
Возрастное ограничение12+
Читать онлайн
Страница 1 из 71Johann Wolfgang von Goethe Faust
ZUEIGNUNG
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.
Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten?
Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?
Ihr drängt euch zu! nun gut, so mögt ihr walten,
Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt;
Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert
Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert.
Ihr bringt mit euch die Bilder froher Tage,
Und manche liebe Schatten steigen auf;
Gleich einer alten, halbverklungnen Sage
Kommt erste Lieb und Freundschaft mit herauf;
Der Schmerz wird neu, es wiederholt die Klage
Des Lebens labyrinthisch irren Lauf,
Und nennt die Guten, die, um schöne Stunden
Vom Glück getäuscht, vor mir hinweggeschwunden.
Sie hören nicht die folgenden Gesänge,
Die Seelen, denen ich die ersten sang;
Zerstoben ist das freundliche Gedränge,
Verklungen, ach! der erste Widerklang.
Mein Lied ertönt der unbekannten Menge,
Ihr Beifall selbst macht meinem Herzen bang,
Und was sich sonst an meinem Lied erfreuet,
Wenn es noch lebt, irrt in der Welt zerstreuet.
Und mich ergreift ein längst entwöhntes Sehnen
Nach jenem stillen, ernsten Geisterreich,
Es schwebet nun in unbestimmten Tönen
Mein lispelnd Lied, der Äolsharfe gleich,
Ein Schauer faßt mich, Träne folgt den Tränen,
Das strenge Herz, es fühlt sich mild und weich;
Was ich besitze, seh ich wie im Weiten,
Und was verschwand, wird mir zu Wirklichkeiten.
VORSPIEL AUF DEM THEATER
Direktor. Theatherdichter. Lustige Person:
Ihr beiden, die ihr mir so oft,
In Not und Trübsal, beigestanden,
Sagt, was ihr wohl in deutschen Landen
Von unsrer Unternehmung hofft?
Ich wünschte sehr der Menge zu behagen,
Besonders weil sie lebt und leben läßt.
Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen,
Und jedermann erwartet sich ein Fest.
Sie sitzen schon mit hohen Augenbraunen
Gelassen da und möchten gern erstaunen.
Ich weiß, wie man den Geist des Volks versöhnt;
Doch so verlegen bin ich nie gewesen:
Zwar sind sie an das Beste nicht gewöhnt,
Allein sie haben schrecklich viel gelesen.
Wie machen wir's, daß alles frisch und neu
Und mit Bedeutung auch gefällig sei?
Denn freilich mag ich gern die Menge sehen,
Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt,
Und mit gewaltig wiederholten Wehen
Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt;
Bei hellem Tage, schon vor vieren,
Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht
Und, wie in Hungersnot um Brot an Bäckertüren,
Um ein Billet sich fast die Hälse bricht.
Dies Wunder wirkt auf so verschiedne Leute
Der Dichter nur; mein Freund, o tu es heute!
O sprich mir nicht von jener bunten Menge,
Bei deren Anblick uns der Geist entflieht.
Verhülle mir das wogende Gedränge,
Das wider Willen uns zum Strudel zieht.
Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge,
Wo nur dem Dichter reine Freude blüht;
Wo Lieb und Freundschaft unsres Herzens Segen
Mit Götterhand erschaffen und erpflegen.
Ach! was in tiefer Brust uns da entsprungen,
Was sich die Lippe schüchtern vorgelallt,
Mißraten jetzt und jetzt vielleicht gelungen,
Verschlingt des wilden Augenblicks Gewalt.
Oft, wenn es erst durch Jahre durchgedrungen,
Erscheint es in vollendeter Gestalt.
Was glänzt, ist für den Augenblick geboren,
Das Echte bleibt der Nachwelt unverloren.
Wenn ich nur nichts von Nachwelt hören sollte.
Gesetzt, daß ich von Nachwelt reden wollte,
Wer machte denn der Mitwelt Spaß?
Den will sie doch und soll ihn haben.
Die Gegenwart von einem braven Knaben
Ist, dächt ich, immer auch schon was.
Wer sich behaglich mitzuteilen weiß,
Den wird des Volkes Laune nicht erbittern;
Er wünscht sich einen großen Kreis,
Um ihn gewisser zu erschüttern.
Drum seid nur brav und zeigt euch musterhaft,
Laßt Phantasie, mit allen ihren Chören,
Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft,
Doch, merkt euch wohl! nicht ohne Narrheit hören.
Besonders aber laßt genug geschehn!
Man kommt zu schaun, man will am liebsten sehn.
Wird vieles vor den Augen abgesponnen,
So daß die Menge staunend gaffen kann,
Da habt Ihr in der Breite gleich gewonnen,
Ihr seid ein vielgeliebter Mann.
Die Masse könnt Ihr nur durch Masse zwingen,
Ein jeder sucht sich endlich selbst was aus.
Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen;
Und jeder geht zufrieden aus dem Haus.
Gebt Ihr ein Stück, so gebt es gleich in Stücken!
Solch ein Ragout, es muß Euch glücken;
Leicht ist es vorgelegt, so leicht als ausgedacht.
Was hilft's, wenn Ihr ein Ganzes dargebracht?
Das Publikum wird es Euch doch zerpflücken.
Ihr fühlet nicht, wie schlecht ein solches Handwerk sei!
Wie wenig das dem echten Künstler zieme!
Der saubern Herren Pfuscherei
Ist. merk ich. schon bei Euch Maxime.
Ein solcher Vorwurf läßt mich ungekränkt:
Ein Mann, der recht zu wirken denkt,
Muß auf das beste Werkzeug halten.
Bedenkt, Ihr habet weiches Holz zu spalten,
Und seht nur hin, für wen Ihr schreibt!
Wenn diesen Langeweile treibt,
Kommt jener satt vom übertischten Mahle,
Und, was das Allerschlimmste bleibt,
Gar mancher kommt vom Lesen der Journale.
Man eilt zerstreut zu uns, wie zu den Maskenfesten,
Und Neugier nur beflügelt jeden Schritt;
Die Damen geben sich und ihren Putz zum besten
Und spielen ohne Gage mit.
Was träumet Ihr auf Eurer Dichterhöhe?
Was macht ein volles Haus Euch froh?
Beseht die Gönner in der Nähe!
Halb sind sie kalt, halb sind sie roh.
Der, nach dem Schauspiel, hofft ein Kartenspiel,
Der eine wilde Nacht an einer Dirne Busen.
Was plagt ihr armen Toren viel,
Zu solchem Zweck, die holden Musen?
Ich sag Euch, gebt nur mehr und immer, immer mehr,
So könnt Ihr Euch vom Ziele nie verirren
Sucht nur die Menschen zu verwirren,
Sie zu befriedigen, ist schwer—
Was fällt Euch an? Entzückung oder Schmerzen?
Geh hin und such dir einen andern Knecht!
Der Dichter sollte wohl das höchste Recht,
Das Menschenrecht, das ihm Natur vergönnt,
Um deinetwillen freventlich verscherzen!
Wodurch bewegt er alle Herzen?
Wodurch besiegt er jedes Element?
Ist es der Einklang nicht, der aus dem Busen dringt,
Und in sein Herz die Welt zurücke schlingt?
Wenn die Natur des Fadens ew'ge Länge,
Gleichgültig drehend, auf die Spindel zwingt,
Wenn aller Wesen unharmon'sche Menge
Verdrießlich durcheinander klingt —
Wer teilt die fließend immer gleiche Reihe
Belebend ab, daß sie sich rhythmisch regt?
Wer ruft das Einzelne zur allgemeinen Weihe,
Wo es in herrlichen Akkorden schlägt?
Wer läßt den Sturm zu Leidenschaften wüten?
Das Abendrot im ernsten Sinne glühn?
Wer schüttet alle schönen Frühlingsblüten
Auf der Geliebten Pfade hin?
Wer flicht die unbedeutend grünen Blätter
Zum Ehrenkranz Verdiensten jeder Art?
Wer sichert den Olymp? vereinet Götter?
Des Menschen Kraft, im Dichter offenbart.
So braucht sie denn, die schönen Kräfte
Und treibt die dichtrischen Geschäfte
Wie man ein Liebesabenteuer treibt.
Zufällig naht man sich, man fühlt, man bleibt
Und nach und nach wird man verflochten;
Es wächst das Glück, dann wird es angefochten
Man ist entzückt, nun kommt der Schmerz heran,
Und eh man sich's versieht, ist's eben ein Roman.
Laßt uns auch so ein Schauspiel geben!
Greift nur hinein ins volle Menschenleben!
Ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt,
Вам также может понравиться
{"page":{"canonicalUrl":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ","pageTitle":"Faust (Иоганн Вольфганг Гёте) — полный текст, краткое содержание, анализ и герои","metaDescription":"Полный текст книги «Faust». А также краткое содержание, главные мысли, конфликт, темы, персонажи, цитаты и ответы на вопросы.","headingTitle":"«Faust». Читать бесплатно онлайн","headingSubtitle":"Иоганн Вольфганг Гёте, Albert Stapfer","structuredData":[{"@context":"https://schema.org","@type":"BreadcrumbList","@id":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"BookRa","item":"https://bookra.app/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"зарубежная классика","item":"https://bookra.app/genre/5214"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Faust","item":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ"}]},{"@context":"https://schema.org","@type":"WebPage","@id":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ","url":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ","name":"«Faust». Читать бесплатно онлайн","description":"Полный текст книги «Faust». А также краткое содержание, главные мысли, конфликт, темы, персонажи, цитаты и ответы на вопросы.","breadcrumb":{"@id":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ#breadcrumb"},"mainEntity":{"@id":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ#work"},"primaryImageOfPage":{"@type":"ImageObject","url":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-pd-public/content/48f210b7-8322-11e7-a9a5-0cc47a5453d6/thumbs/1200.webp"}},{"@context":"https://schema.org","@type":"Book","@id":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ#work","name":"Faust","url":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ","description":"Полный текст книги «Faust». А также краткое содержание, главные мысли, конфликт, темы, персонажи, цитаты и ответы на вопросы.","image":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-pd-public/content/48f210b7-8322-11e7-a9a5-0cc47a5453d6/thumbs/1200.webp","inLanguage":"fr","genre":["зарубежная классика","зарубежная старинная литература"],"author":[{"@type":"Person","@id":"https://bookra.app/author/a3967d13-c58d-58ac-9cc7-9da88a06f2c0#person","name":"Иоганн Вольфганг Гёте","url":"https://bookra.app/author/a3967d13-c58d-58ac-9cc7-9da88a06f2c0","sameAs":["https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%93%D1%91%D1%82%D0%B5%2C_%D0%98%D0%BE%D0%B3%D0%B0%D0%BD%D0%BD_%D0%92%D0%BE%D0%BB%D1%8C%D1%84%D0%B3%D0%B0%D0%BD%D0%B3_%D1%84%D0%BE%D0%BD","https://www.wikidata.org/wiki/Q5879"]}],"about":[{"@type":"Thing","name":"зарубежная классика"},{"@type":"Thing","name":"зарубежная старинная литература"},{"@type":"Thing","name":"чтение онлайн"},{"@type":"Thing","name":"саммари"},{"@type":"Thing","name":"AI-разбор"},{"@type":"Thing","name":"персонажи"},{"@type":"Thing","name":"цитаты"}],"workExample":{"@type":"Book","@id":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ#edition","url":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ","bookFormat":"https://schema.org/EBook","inLanguage":"fr","isAccessibleForFree":true,"potentialAction":{"@type":"ReadAction","name":"Читать бесплатно онлайн «Faust»","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https://bookra.app/books/4Mba8QaZ","actionPlatform":["https://schema.org/DesktopWebPlatform"]},"expectsAcceptanceOf":{"@type":"Offer","category":"nologinrequired"}}}}],"book":{"idCatalog":794117,"shortId":"4Mba8QaZ","title":"Faust","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-pd-public/content/48f210b7-8322-11e7-a9a5-0cc47a5453d6/thumbs/1200.webp","annotationText":"","catalogType":"PUBLIC_DOMAIN","catalogTypeLabel":"Общественное достояние","authorLine":"Иоганн Вольфганг Гёте, Albert Stapfer","authors":[{"id":"a3967d13-c58d-58ac-9cc7-9da88a06f2c0","displayName":"Иоганн Вольфганг Гёте","protectedUrl":"/author/a3967d13-c58d-58ac-9cc7-9da88a06f2c0","wikipediaUrl":"https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%93%D1%91%D1%82%D0%B5%2C_%D0%98%D0%BE%D0%B3%D0%B0%D0%BD%D0%BD_%D0%92%D0%BE%D0%BB%D1%8C%D1%84%D0%B3%D0%B0%D0%BD%D0%B3_%D1%84%D0%BE%D0%BD","wikidataUrl":"https://www.wikidata.org/wiki/Q5879"},{"id":"0dc60c9b-8297-11e7-8e4c-0cc47a52085c","displayName":"Albert Stapfer","protectedUrl":"/author/0dc60c9b-8297-11e7-8e4c-0cc47a52085c","wikipediaUrl":null,"wikidataUrl":null}],"genres":[{"id":5214,"title":"зарубежная классика","token":null,"publicUrl":"https://bookra.app/genre/5214"},{"id":5215,"title":"зарубежная старинная литература","token":null,"publicUrl":"https://bookra.app/genre/5215"}],"keywords":[],"facts":[{"key":"dateWritten","label":"Дата написания","value":"1970-01-01"},{"key":"bookLanguage","label":"Язык книги","value":"fr"},{"key":"sourceLanguage","label":"Язык оригинала","value":"de"},{"key":"adult","label":"Возрастное ограничение","value":"12+"}],"seoSections":[],"authorSummary":null,"hasArtifacts":false,"canReadInApp":true,"readUrl":"https://web.bookra.app/?startapp=r_794117","artifactsUrl":"https://web.bookra.app/?startapp=b_794117","readCtaLabel":"Читать бесплатно","artifactsCtaLabel":"AI-разбор","appReadLinks":{"tg":"https://t.me/bookra_lib_bot/BookRa?startapp=r_794117","vk":"https://vk.com/app54470698#startapp=r_794117","max":"https://max.ru/id7751370047_bot?startapp=r_794117","web":"https://web.bookra.app/?startapp=r_794117"},"appAnalysisLinks":{"tg":"https://t.me/bookra_lib_bot/BookRa?startapp=b_794117","vk":"https://vk.com/app54470698#startapp=b_794117","max":"https://max.ru/id7751370047_bot?startapp=b_794117","web":"https://web.bookra.app/?startapp=b_794117"},"guestReaderUrl":"/books/4Mba8QaZ#reader-content","authorCtaLabel":"Все книги автора","authorProtectedUrl":"/author/a3967d13-c58d-58ac-9cc7-9da88a06f2c0","readersCount":0,"adultLabel":"12+","yearLabel":null,"datePublished":null,"publisherLabel":null,"isbn":null,"oclc":null,"lccn":null,"partnerUrl":null,"accessNote":"Полный текст книги и AI-разбор откроются на защищенных страницах BookRa после входа."},"reader":{"page":1,"totalPages":71,"hasPrev":false,"hasNext":true,"prevPageUrl":null,"nextPageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=2#reader-content","progressLabel":"Страница 1 из 71","sections":[{"id":"id236:0","kind":"heading","text":"Johann Wolfgang von Goethe Faust"},{"id":"id235:0","kind":"heading","text":"ZUEIGNUNG"},{"id":"id235:1","kind":"paragraph","text":"Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,"},{"id":"id235:2","kind":"paragraph","text":"Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt."},{"id":"id235:3","kind":"paragraph","text":"Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten?"},{"id":"id235:4","kind":"paragraph","text":"Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?"},{"id":"id235:5","kind":"paragraph","text":"Ihr drängt euch zu! nun gut, so mögt ihr walten,"},{"id":"id235:6","kind":"paragraph","text":"Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt;"},{"id":"id235:7","kind":"paragraph","text":"Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert"},{"id":"id235:8","kind":"paragraph","text":"Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert."},{"id":"id235:9","kind":"paragraph","text":"Ihr bringt mit euch die Bilder froher Tage,"},{"id":"id235:10","kind":"paragraph","text":"Und manche liebe Schatten steigen auf;"},{"id":"id235:11","kind":"paragraph","text":"Gleich einer alten, halbverklungnen Sage"},{"id":"id235:12","kind":"paragraph","text":"Kommt erste Lieb und Freundschaft mit herauf;"},{"id":"id235:13","kind":"paragraph","text":"Der Schmerz wird neu, es wiederholt die Klage"},{"id":"id235:14","kind":"paragraph","text":"Des Lebens labyrinthisch irren Lauf,"},{"id":"id235:15","kind":"paragraph","text":"Und nennt die Guten, die, um schöne Stunden"},{"id":"id235:16","kind":"paragraph","text":"Vom Glück getäuscht, vor mir hinweggeschwunden."},{"id":"id235:17","kind":"paragraph","text":"Sie hören nicht die folgenden Gesänge,"},{"id":"id235:18","kind":"paragraph","text":"Die Seelen, denen ich die ersten sang;"},{"id":"id235:19","kind":"paragraph","text":"Zerstoben ist das freundliche Gedränge,"},{"id":"id235:20","kind":"paragraph","text":"Verklungen, ach! der erste Widerklang."},{"id":"id235:21","kind":"paragraph","text":"Mein Lied ertönt der unbekannten Menge,"},{"id":"id235:22","kind":"paragraph","text":"Ihr Beifall selbst macht meinem Herzen bang,"},{"id":"id235:23","kind":"paragraph","text":"Und was sich sonst an meinem Lied erfreuet,"},{"id":"id235:24","kind":"paragraph","text":"Wenn es noch lebt, irrt in der Welt zerstreuet."},{"id":"id235:25","kind":"paragraph","text":"Und mich ergreift ein längst entwöhntes Sehnen"},{"id":"id235:26","kind":"paragraph","text":"Nach jenem stillen, ernsten Geisterreich,"},{"id":"id235:27","kind":"paragraph","text":"Es schwebet nun in unbestimmten Tönen"},{"id":"id235:28","kind":"paragraph","text":"Mein lispelnd Lied, der Äolsharfe gleich,"},{"id":"id235:29","kind":"paragraph","text":"Ein Schauer faßt mich, Träne folgt den Tränen,"},{"id":"id235:30","kind":"paragraph","text":"Das strenge Herz, es fühlt sich mild und weich;"},{"id":"id235:31","kind":"paragraph","text":"Was ich besitze, seh ich wie im Weiten,"},{"id":"id235:32","kind":"paragraph","text":"Und was verschwand, wird mir zu Wirklichkeiten."},{"id":"id234:0","kind":"heading","text":"VORSPIEL AUF DEM THEATER"},{"id":"id234:1","kind":"paragraph","text":"Direktor. Theatherdichter. Lustige Person:"},{"id":"id234:2","kind":"paragraph","text":"DIREKTOR:"},{"id":"id234:3","kind":"paragraph","text":"Ihr beiden, die ihr mir so oft,"},{"id":"id234:4","kind":"paragraph","text":"In Not und Trübsal, beigestanden,"},{"id":"id234:5","kind":"paragraph","text":"Sagt, was ihr wohl in deutschen Landen"},{"id":"id234:6","kind":"paragraph","text":"Von unsrer Unternehmung hofft?"},{"id":"id234:7","kind":"paragraph","text":"Ich wünschte sehr der Menge zu behagen,"},{"id":"id234:8","kind":"paragraph","text":"Besonders weil sie lebt und leben läßt."},{"id":"id234:9","kind":"paragraph","text":"Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen,"},{"id":"id234:10","kind":"paragraph","text":"Und jedermann erwartet sich ein Fest."},{"id":"id234:11","kind":"paragraph","text":"Sie sitzen schon mit hohen Augenbraunen"},{"id":"id234:12","kind":"paragraph","text":"Gelassen da und möchten gern erstaunen."},{"id":"id234:13","kind":"paragraph","text":"Ich weiß, wie man den Geist des Volks versöhnt;"},{"id":"id234:14","kind":"paragraph","text":"Doch so verlegen bin ich nie gewesen:"},{"id":"id234:15","kind":"paragraph","text":"Zwar sind sie an das Beste nicht gewöhnt,"},{"id":"id234:16","kind":"paragraph","text":"Allein sie haben schrecklich viel gelesen."},{"id":"id234:17","kind":"paragraph","text":"Wie machen wir's, daß alles frisch und neu"},{"id":"id234:18","kind":"paragraph","text":"Und mit Bedeutung auch gefällig sei?"},{"id":"id234:19","kind":"paragraph","text":"Denn freilich mag ich gern die Menge sehen,"},{"id":"id234:20","kind":"paragraph","text":"Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt,"},{"id":"id234:21","kind":"paragraph","text":"Und mit gewaltig wiederholten Wehen"},{"id":"id234:22","kind":"paragraph","text":"Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt;"},{"id":"id234:23","kind":"paragraph","text":"Bei hellem Tage, schon vor vieren,"},{"id":"id234:24","kind":"paragraph","text":"Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht"},{"id":"id234:25","kind":"paragraph","text":"Und, wie in Hungersnot um Brot an Bäckertüren,"},{"id":"id234:26","kind":"paragraph","text":"Um ein Billet sich fast die Hälse bricht."},{"id":"id234:27","kind":"paragraph","text":"Dies Wunder wirkt auf so verschiedne Leute"},{"id":"id234:28","kind":"paragraph","text":"Der Dichter nur; mein Freund, o tu es heute!"},{"id":"id234:29","kind":"paragraph","text":"DICHTER:"},{"id":"id234:30","kind":"paragraph","text":"O sprich mir nicht von jener bunten Menge,"},{"id":"id234:31","kind":"paragraph","text":"Bei deren Anblick uns der Geist entflieht."},{"id":"id234:32","kind":"paragraph","text":"Verhülle mir das wogende Gedränge,"},{"id":"id234:33","kind":"paragraph","text":"Das wider Willen uns zum Strudel zieht."},{"id":"id234:34","kind":"paragraph","text":"Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge,"},{"id":"id234:35","kind":"paragraph","text":"Wo nur dem Dichter reine Freude blüht;"},{"id":"id234:36","kind":"paragraph","text":"Wo Lieb und Freundschaft unsres Herzens Segen"},{"id":"id234:37","kind":"paragraph","text":"Mit Götterhand erschaffen und erpflegen."},{"id":"id234:38","kind":"paragraph","text":"Ach! was in tiefer Brust uns da entsprungen,"},{"id":"id234:39","kind":"paragraph","text":"Was sich die Lippe schüchtern vorgelallt,"},{"id":"id234:40","kind":"paragraph","text":"Mißraten jetzt und jetzt vielleicht gelungen,"},{"id":"id234:41","kind":"paragraph","text":"Verschlingt des wilden Augenblicks Gewalt."},{"id":"id234:42","kind":"paragraph","text":"Oft, wenn es erst durch Jahre durchgedrungen,"},{"id":"id234:43","kind":"paragraph","text":"Erscheint es in vollendeter Gestalt."},{"id":"id234:44","kind":"paragraph","text":"Was glänzt, ist für den Augenblick geboren,"},{"id":"id234:45","kind":"paragraph","text":"Das Echte bleibt der Nachwelt unverloren."},{"id":"id234:46","kind":"paragraph","text":"LUSTIGE PERSON:"},{"id":"id234:47","kind":"paragraph","text":"Wenn ich nur nichts von Nachwelt hören sollte."},{"id":"id234:48","kind":"paragraph","text":"Gesetzt, daß ich von Nachwelt reden wollte,"},{"id":"id234:49","kind":"paragraph","text":"Wer machte denn der Mitwelt Spaß?"},{"id":"id234:50","kind":"paragraph","text":"Den will sie doch und soll ihn haben."},{"id":"id234:51","kind":"paragraph","text":"Die Gegenwart von einem braven Knaben"},{"id":"id234:52","kind":"paragraph","text":"Ist, dächt ich, immer auch schon was."},{"id":"id234:53","kind":"paragraph","text":"Wer sich behaglich mitzuteilen weiß,"},{"id":"id234:54","kind":"paragraph","text":"Den wird des Volkes Laune nicht erbittern;"},{"id":"id234:55","kind":"paragraph","text":"Er wünscht sich einen großen Kreis,"},{"id":"id234:56","kind":"paragraph","text":"Um ihn gewisser zu erschüttern."},{"id":"id234:57","kind":"paragraph","text":"Drum seid nur brav und zeigt euch musterhaft,"},{"id":"id234:58","kind":"paragraph","text":"Laßt Phantasie, mit allen ihren Chören,"},{"id":"id234:59","kind":"paragraph","text":"Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft,"},{"id":"id234:60","kind":"paragraph","text":"Doch, merkt euch wohl! nicht ohne Narrheit hören."},{"id":"id234:61","kind":"paragraph","text":"DIREKTOR:"},{"id":"id234:62","kind":"paragraph","text":"Besonders aber laßt genug geschehn!"},{"id":"id234:63","kind":"paragraph","text":"Man kommt zu schaun, man will am liebsten sehn."},{"id":"id234:64","kind":"paragraph","text":"Wird vieles vor den Augen abgesponnen,"},{"id":"id234:65","kind":"paragraph","text":"So daß die Menge staunend gaffen kann,"},{"id":"id234:66","kind":"paragraph","text":"Da habt Ihr in der Breite gleich gewonnen,"},{"id":"id234:67","kind":"paragraph","text":"Ihr seid ein vielgeliebter Mann."},{"id":"id234:68","kind":"paragraph","text":"Die Masse könnt Ihr nur durch Masse zwingen,"},{"id":"id234:69","kind":"paragraph","text":"Ein jeder sucht sich endlich selbst was aus."},{"id":"id234:70","kind":"paragraph","text":"Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen;"},{"id":"id234:71","kind":"paragraph","text":"Und jeder geht zufrieden aus dem Haus."},{"id":"id234:72","kind":"paragraph","text":"Gebt Ihr ein Stück, so gebt es gleich in Stücken!"},{"id":"id234:73","kind":"paragraph","text":"Solch ein Ragout, es muß Euch glücken;"},{"id":"id234:74","kind":"paragraph","text":"Leicht ist es vorgelegt, so leicht als ausgedacht."},{"id":"id234:75","kind":"paragraph","text":"Was hilft's, wenn Ihr ein Ganzes dargebracht?"},{"id":"id234:76","kind":"paragraph","text":"Das Publikum wird es Euch doch zerpflücken."},{"id":"id234:77","kind":"paragraph","text":"DICHTER:"},{"id":"id234:78","kind":"paragraph","text":"Ihr fühlet nicht, wie schlecht ein solches Handwerk sei!"},{"id":"id234:79","kind":"paragraph","text":"Wie wenig das dem echten Künstler zieme!"},{"id":"id234:80","kind":"paragraph","text":"Der saubern Herren Pfuscherei"},{"id":"id234:81","kind":"paragraph","text":"Ist. merk ich. schon bei Euch Maxime."},{"id":"id234:82","kind":"paragraph","text":"DIREKTOR:"},{"id":"id234:83","kind":"paragraph","text":"Ein solcher Vorwurf läßt mich ungekränkt:"},{"id":"id234:84","kind":"paragraph","text":"Ein Mann, der recht zu wirken denkt,"},{"id":"id234:85","kind":"paragraph","text":"Muß auf das beste Werkzeug halten."},{"id":"id234:86","kind":"paragraph","text":"Bedenkt, Ihr habet weiches Holz zu spalten,"},{"id":"id234:87","kind":"paragraph","text":"Und seht nur hin, für wen Ihr schreibt!"},{"id":"id234:88","kind":"paragraph","text":"Wenn diesen Langeweile treibt,"},{"id":"id234:89","kind":"paragraph","text":"Kommt jener satt vom übertischten Mahle,"},{"id":"id234:90","kind":"paragraph","text":"Und, was das Allerschlimmste bleibt,"},{"id":"id234:91","kind":"paragraph","text":"Gar mancher kommt vom Lesen der Journale."},{"id":"id234:92","kind":"paragraph","text":"Man eilt zerstreut zu uns, wie zu den Maskenfesten,"},{"id":"id234:93","kind":"paragraph","text":"Und Neugier nur beflügelt jeden Schritt;"},{"id":"id234:94","kind":"paragraph","text":"Die Damen geben sich und ihren Putz zum besten"},{"id":"id234:95","kind":"paragraph","text":"Und spielen ohne Gage mit."},{"id":"id234:96","kind":"paragraph","text":"Was träumet Ihr auf Eurer Dichterhöhe?"},{"id":"id234:97","kind":"paragraph","text":"Was macht ein volles Haus Euch froh?"},{"id":"id234:98","kind":"paragraph","text":"Beseht die Gönner in der Nähe!"},{"id":"id234:99","kind":"paragraph","text":"Halb sind sie kalt, halb sind sie roh."},{"id":"id234:100","kind":"paragraph","text":"Der, nach dem Schauspiel, hofft ein Kartenspiel,"},{"id":"id234:101","kind":"paragraph","text":"Der eine wilde Nacht an einer Dirne Busen."},{"id":"id234:102","kind":"paragraph","text":"Was plagt ihr armen Toren viel,"},{"id":"id234:103","kind":"paragraph","text":"Zu solchem Zweck, die holden Musen?"},{"id":"id234:104","kind":"paragraph","text":"Ich sag Euch, gebt nur mehr und immer, immer mehr,"},{"id":"id234:105","kind":"paragraph","text":"So könnt Ihr Euch vom Ziele nie verirren"},{"id":"id234:106","kind":"paragraph","text":"Sucht nur die Menschen zu verwirren,"},{"id":"id234:107","kind":"paragraph","text":"Sie zu befriedigen, ist schwer—"},{"id":"id234:108","kind":"paragraph","text":"Was fällt Euch an? Entzückung oder Schmerzen?"},{"id":"id234:109","kind":"paragraph","text":"DICHTER:"},{"id":"id234:110","kind":"paragraph","text":"Geh hin und such dir einen andern Knecht!"},{"id":"id234:111","kind":"paragraph","text":"Der Dichter sollte wohl das höchste Recht,"},{"id":"id234:112","kind":"paragraph","text":"Das Menschenrecht, das ihm Natur vergönnt,"},{"id":"id234:113","kind":"paragraph","text":"Um deinetwillen freventlich verscherzen!"},{"id":"id234:114","kind":"paragraph","text":"Wodurch bewegt er alle Herzen?"},{"id":"id234:115","kind":"paragraph","text":"Wodurch besiegt er jedes Element?"},{"id":"id234:116","kind":"paragraph","text":"Ist es der Einklang nicht, der aus dem Busen dringt,"},{"id":"id234:117","kind":"paragraph","text":"Und in sein Herz die Welt zurücke schlingt?"},{"id":"id234:118","kind":"paragraph","text":"Wenn die Natur des Fadens ew'ge Länge,"},{"id":"id234:119","kind":"paragraph","text":"Gleichgültig drehend, auf die Spindel zwingt,"},{"id":"id234:120","kind":"paragraph","text":"Wenn aller Wesen unharmon'sche Menge"},{"id":"id234:121","kind":"paragraph","text":"Verdrießlich durcheinander klingt —"},{"id":"id234:122","kind":"paragraph","text":"Wer teilt die fließend immer gleiche Reihe"},{"id":"id234:123","kind":"paragraph","text":"Belebend ab, daß sie sich rhythmisch regt?"},{"id":"id234:124","kind":"paragraph","text":"Wer ruft das Einzelne zur allgemeinen Weihe,"},{"id":"id234:125","kind":"paragraph","text":"Wo es in herrlichen Akkorden schlägt?"},{"id":"id234:126","kind":"paragraph","text":"Wer läßt den Sturm zu Leidenschaften wüten?"},{"id":"id234:127","kind":"paragraph","text":"Das Abendrot im ernsten Sinne glühn?"},{"id":"id234:128","kind":"paragraph","text":"Wer schüttet alle schönen Frühlingsblüten"},{"id":"id234:129","kind":"paragraph","text":"Auf der Geliebten Pfade hin?"},{"id":"id234:130","kind":"paragraph","text":"Wer flicht die unbedeutend grünen Blätter"},{"id":"id234:131","kind":"paragraph","text":"Zum Ehrenkranz Verdiensten jeder Art?"},{"id":"id234:132","kind":"paragraph","text":"Wer sichert den Olymp? vereinet Götter?"},{"id":"id234:133","kind":"paragraph","text":"Des Menschen Kraft, im Dichter offenbart."},{"id":"id234:134","kind":"paragraph","text":"LUSTIGE PERSON:"},{"id":"id234:135","kind":"paragraph","text":"So braucht sie denn, die schönen Kräfte"},{"id":"id234:136","kind":"paragraph","text":"Und treibt die dichtrischen Geschäfte"},{"id":"id234:137","kind":"paragraph","text":"Wie man ein Liebesabenteuer treibt."},{"id":"id234:138","kind":"paragraph","text":"Zufällig naht man sich, man fühlt, man bleibt"},{"id":"id234:139","kind":"paragraph","text":"Und nach und nach wird man verflochten;"},{"id":"id234:140","kind":"paragraph","text":"Es wächst das Glück, dann wird es angefochten"},{"id":"id234:141","kind":"paragraph","text":"Man ist entzückt, nun kommt der Schmerz heran,"},{"id":"id234:142","kind":"paragraph","text":"Und eh man sich's versieht, ist's eben ein Roman."},{"id":"id234:143","kind":"paragraph","text":"Laßt uns auch so ein Schauspiel geben!"},{"id":"id234:144","kind":"paragraph","text":"Greift nur hinein ins volle Menschenleben!"},{"id":"id234:145","kind":"paragraph","text":"Ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt,"}],"toc":[{"id":"id236:0:1","label":"Johann Wolfgang von Goethe Faust","page":1,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ#reader-content"},{"id":"id235:0:1","label":"ZUEIGNUNG","page":1,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ#reader-content"},{"id":"id234:0:1","label":"VORSPIEL AUF DEM THEATER","page":1,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ#reader-content"},{"id":"id233:0:2","label":"PROLOG IM HIMMEL","page":2,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=2#reader-content"},{"id":"id232:0:3","label":"DER ERSTER TEIL","page":3,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=3#reader-content"},{"id":"id231:0:3","label":"NACHT","page":3,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=3#reader-content"},{"id":"id230:0:5","label":"VOR DEM TOR","page":5,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=5#reader-content"},{"id":"id229:0:7","label":"STUDIERZIMMER","page":7,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=7#reader-content"},{"id":"id228:0:9","label":"STUDIERZIMMER","page":9,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=9#reader-content"},{"id":"id227:0:12","label":"AUERBACHS KELLER IN LEIPZIG","page":12,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=12#reader-content"},{"id":"id226:0:14","label":"HEXENKÜCHE","page":14,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=14#reader-content"},{"id":"id225:0:16","label":"STRAßE (I)","page":16,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=16#reader-content"},{"id":"id224:0:16","label":"ABEND","page":16,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=16#reader-content"},{"id":"id223:0:17","label":"SPAZIERGANG","page":17,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=17#reader-content"},{"id":"id222:0:17","label":"DER NACHBARIN HAUS","page":17,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=17#reader-content"},{"id":"id221:0:18","label":"STRAßE (II)","page":18,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=18#reader-content"},{"id":"id220:0:19","label":"GARTEN","page":19,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=19#reader-content"},{"id":"id219:0:20","label":"EIN GARTENHÄUSCHEN","page":20,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=20#reader-content"},{"id":"id218:0:20","label":"WALD UND HÖHLE","page":20,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=20#reader-content"},{"id":"id217:0:21","label":"GRETCHENS STUBE","page":21,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=21#reader-content"},{"id":"id216:0:21","label":"MARTHENS GARTEN","page":21,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=21#reader-content"},{"id":"id215:0:22","label":"AM BRUNNEN","page":22,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=22#reader-content"},{"id":"id214:0:22","label":"ZWINGER","page":22,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=22#reader-content"},{"id":"id213:0:22","label":"NACHT. STRAßE VOR GRETCHENS TÜRE","page":22,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=22#reader-content"},{"id":"id212:0:23","label":"DOM","page":23,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=23#reader-content"},{"id":"id211:0:23","label":"WALPURGISNACHT","page":23,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=23#reader-content"},{"id":"id210:0:25","label":"WALPURGISNACHTSTRAUM","page":25,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=25#reader-content"},{"id":"id29:0:26","label":"TRÜBER TAG. FELD","page":26,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=26#reader-content"},{"id":"id28:0:27","label":"NACHT, OFFEN FELD","page":27,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=27#reader-content"},{"id":"id27:0:27","label":"KERKER","page":27,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=27#reader-content"},{"id":"id26:0:28","label":"DER ZWEITER TEIL","page":28,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=28#reader-content"},{"id":"id25:0:28","label":"1. AKT","page":28,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=28#reader-content"},{"id":"id25:1:28","label":"ANMUTIGE GEGEND","page":28,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=28#reader-content"},{"id":"id25:121:29","label":"KAISERLICHE PFALZ. SAAL DES THRONES","page":29,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=29#reader-content"},{"id":"id25:497:31","label":"WEITLÄUFIGER SAAL MIT NEBENGEMÄCHERN","page":31,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=31#reader-content"},{"id":"id25:1506:35","label":"LUSTGARTEN","page":35,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=35#reader-content"},{"id":"id25:1741:36","label":"FINSTERE GALERIE","page":36,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=36#reader-content"},{"id":"id25:1916:37","label":"HELL ERLEUCHTETE SÄLE","page":37,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=37#reader-content"},{"id":"id25:2008:38","label":"RITTERSAAL","page":38,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=38#reader-content"},{"id":"id24:0:39","label":"2. AKT","page":39,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=39#reader-content"},{"id":"id24:1:39","label":"HOCHGEWÖLBTES ENGES GOTISCHES ZIMMER","page":39,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=39#reader-content"},{"id":"id24:289:40","label":"LABORATORIUM","page":40,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=40#reader-content"},{"id":"id24:521:42","label":"KLASSISCHE WALPURGISNACHT. PHARSALISCHE FELDER","page":42,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=42#reader-content"},{"id":"id24:609:42","label":"AM OBEREN PENEIOS","page":42,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=42#reader-content"},{"id":"id24:824:43","label":"AM UNTERN PENEIOS","page":43,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=43#reader-content"},{"id":"id24:1124:45","label":"AM OBERN PENEIOS","page":45,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=45#reader-content"},{"id":"id24:1751:48","label":"FELSBUCHTEN DES ÄGÄISCHEN MEERS","page":48,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=48#reader-content"},{"id":"id23:0:50","label":"3. AKT","page":50,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=50#reader-content"},{"id":"id23:1:50","label":"VOR DEM PALASTE DES MENELAS ZU SPARTA","page":50,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=50#reader-content"},{"id":"id23:758:54","label":"INNERER BURGHOF","page":54,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=54#reader-content"},{"id":"id23:1243:56","label":"SZENE 42","page":56,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=56#reader-content"},{"id":"id22:0:59","label":"4. AKT","page":59,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=59#reader-content"},{"id":"id22:1:59","label":"HOCHGEBIRG","page":59,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=59#reader-content"},{"id":"id22:359:61","label":"AUF DEM VORGEBIRG","page":61,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=61#reader-content"},{"id":"id22:869:63","label":"DES GEGENKAISERS ZELT","page":63,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=63#reader-content"},{"id":"id21:0:65","label":"5. AKT","page":65,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=65#reader-content"},{"id":"id21:1:65","label":"OFFENE GEGEND","page":65,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=65#reader-content"},{"id":"id21:114:65","label":"PALAST","page":65,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=65#reader-content"},{"id":"id21:280:66","label":"TIEFE NACHT","page":66,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=66#reader-content"},{"id":"id21:383:67","label":"MITTERNACHT","page":67,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=67#reader-content"},{"id":"id21:545:68","label":"GROSSER VORHOF DES PALASTS","page":68,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=68#reader-content"},{"id":"id21:660:68","label":"GRABLEGUNG","page":68,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=68#reader-content"},{"id":"id21:920:70","label":"BERGSCHLUCHTEN","page":70,"pageUrl":"/books/4Mba8QaZ?page=70#reader-content"}]},"similarBooks":[{"idCatalog":787516,"shortId":"038AHbna","title":"Человек-зверь","authorLine":"Эмиль Золя, В. Ранцова","primaryAuthorId":"82d512ee-2a82-102a-9ae1-2dfe723fe7c7","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-pd-public/content/46378965-70f6-41f4-9510-013fea11211d/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/038AHbna"},{"idCatalog":7183,"shortId":"4SSnge7p","title":"Фараон","authorLine":"Болеслав Прус, Е. Н. Троповский","primaryAuthorId":"dcbe6513-2a81-102a-9ae1-2dfe723fe7c7","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-litres-public/content/32aeea09-f542-4c48-ba6c-1464e0288595/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/4SSnge7p"},{"idCatalog":521096,"shortId":"39RurXks","title":"Хагакурэ, или Сокрытое в листве","authorLine":"Цунэтомо Ямамото, Сергей И. Логачев","primaryAuthorId":"292e10ef-2a83-102a-9ae1-2dfe723fe7c7","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-litres-public/content/d2c8ca1b-24e9-11ee-8496-0cc47af30fe4/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/39RurXks"},{"idCatalog":790354,"shortId":"08oOsnCu","title":"Сон в летнюю ночь","authorLine":"Уильям Шекспир, Николай Михайлович Сатин","primaryAuthorId":"c577ea96-2a81-102a-9ae1-2dfe723fe7c7","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-pd-public/content/9cb6e365-8043-11e7-af8e-0cc47a1952f2/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/08oOsnCu"},{"idCatalog":788220,"shortId":"0Tjejja2","title":"Нана","authorLine":"Эмиль Золя, Т. Иринова","primaryAuthorId":"82d512ee-2a82-102a-9ae1-2dfe723fe7c7","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-pd-public/content/5a387752-aafd-4f3d-bb91-627dfd767da4/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/0Tjejja2"},{"idCatalog":577406,"shortId":"0q0GFNSG","title":"Золотой осел","authorLine":"Луций Апулей, Михаил Алексеевич Кузмин","primaryAuthorId":"673278e9-2a98-102a-9ac3-800cba805322","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-litres-public/content/c0602770-11db-11ef-8496-0cc47af30fe4/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/0q0GFNSG"},{"idCatalog":763844,"shortId":"0k1CVPMc","title":"Ромео и Джульетта","authorLine":"Уильям Шекспир, Дмитрий Лаврентьевич Михаловский","primaryAuthorId":"c577ea96-2a81-102a-9ae1-2dfe723fe7c7","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-pd-public/content/8c3c1916-803a-11e7-8179-0cc47a520474/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/0k1CVPMc"},{"idCatalog":766049,"shortId":"4TrGYIUx","title":"Гамлет, принц Датский","authorLine":"Уильям Шекспир, Петр Петрович Гнедич","primaryAuthorId":"c577ea96-2a81-102a-9ae1-2dfe723fe7c7","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-pd-public/content/e925d796-803b-11e7-af8e-0cc47a1952f2/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/4TrGYIUx"},{"idCatalog":46756,"shortId":"1wKz5vUM","title":"Монахиня","authorLine":"Дени Дидро, Дебора Григорьевна Лившиц","primaryAuthorId":"b1401df8-2a93-102a-9ac3-800cba805322","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-litres-public/content/37ba23fd-6a81-102c-a19b-edc40df1930e/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/1wKz5vUM"},{"idCatalog":788440,"shortId":"0L94UZhC","title":"Доктор Паскаль","authorLine":"Эмиль Золя, Константин Григорьевич Локс","primaryAuthorId":"82d512ee-2a82-102a-9ae1-2dfe723fe7c7","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-pd-public/content/61f13980-8201-4459-bcd1-e04d976a5570/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/0L94UZhC"},{"idCatalog":11697,"shortId":"2MoUDOAh","title":"Сон в красном тереме. Том 1","authorLine":"Лев Николаевич Меньшиков, Владимир Андреевич Панасюк, Цао Сюэцинь","primaryAuthorId":"4e036549-1455-11e8-a22f-0cc47a5454c6","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-litres-public/content/c9377cb2-c07d-4c18-a638-1db65e2e0cf2/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/2MoUDOAh"},{"idCatalog":792368,"shortId":"4ft6F5H0","title":"Саламбо","authorLine":"Гюстав Флобер, Николай Максимович Минский","primaryAuthorId":"526ac12b-2a82-102a-9ae1-2dfe723fe7c7","coverUrl":"https://storage.yandexcloud.net/bookra-catalog-pd-public/content/d8927887-c0aa-11e0-9959-47117d41cf4b/thumbs/400.webp","publicUrl":"https://bookra.app/books/4ft6F5H0"}],"similarBooksPagination":{"page":1,"pageSize":12,"totalItems":2333,"totalPages":195,"hasPrev":false,"hasNext":true}},"notFound":false}